• vom 21.03.2014, 14:48 Uhr

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Update: 21.03.2014, 15:02 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Maria Rauch-Kallat, Krim-Krise, Hypo-Schuld




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    Philipp Bonadimann war Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Paralympics in Sotschi und wurde später disqualifiziert. - © Foto: reuters/Demianchuk

    Philipp Bonadimann war Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Paralympics in Sotschi und wurde später disqualifiziert. © Foto: reuters/Demianchuk

    Zum Kommentar von Christian Mayr, 15. März
    Kritik an ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat

    Behinderten-Sport ist Leistungssport. Im Leistungssport gibt es strikte Reglemente. Diese Regeln sind für alle gleich anzuwenden, auch darf nur vorurteilsfrei und emotionslos entschieden werden. Eine jeweilige Jury am Wertkampftag ist für deren Einhaltung zuständig. Sollte es zu einem vermeintlichen Regelverstoß kommen, so steht es jeder Nation frei, auf eben diesen hinzuweisen. Nach Ablauf einer Prüfung entscheidet die Jury, ob ein Vergehen vorliegt oder nicht.
    In unserem Fall wurden Philipp Bonadimann (Österreich) und Anna Schaffelhuber (Deutschland) nach solch einer Juryentscheidung disqualifiziert. Nach Einspruch beider Nationen wurde die Entscheidung der Jury im Falle von Bonadimann bestätigt, von Schaffelhuber nicht, das Urteil der Jury also aufgehoben. Dies bestätigt somit die Fehlentscheidung eben dieser.
    Gegen die Darstellung nach außen, vor allem deutscher Medienvertreter, die ihre Version meist auf unzureichende Informationen stützten, kann man nichts tun. Zutiefst enttäuscht bin ich jedoch über das Verhalten der Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees, Maria Rauch-Kallat, die sich, offensichtlich ohne die genaue Sachlage zu kennen, gegen das eigene Team respektive gegen meine Person entschied. Diese Art der Diffamierung meinerseits gegenüber halte ich für äußerst fragwürdig. Nach einer versuchten Aussprache wurde sogar mit Konsequenzen gedroht, welche ich gerne bereit bin, in Kauf zu nehmen, denn meine Priorität und Aufmerksamkeit genießen unsere Sportler und ein fairer Wettkampf.
    Vielleicht sollte sich auch eine Präsidentin Gedanken darüber machen, wie viele Betreuer ihres Teams in ihrer Freizeit und großteils unentgeltlich hart daran arbeiten, um alle vier Jahre ein starkes und überzeugendes Paralympics-Team am Start zu haben, welches Österreich mit tollen sportlichen Leistungen vertritt.


    Manuel Hujara,
    Cheftrainer Alpin
    Behindertenskilauf

    Zum Kommentar von Simon Rosner, 20. März
    Welche Partei hat Schuld am Debakel der Hypo?



    Am augenscheinlichsten ist, dass jene Partei, welche dieses Desaster verursacht hat, am lautesten poltert und dass Bundeskanzler Werner Faymann sich geschickt hinter Finanzminister Dr. Michael Spindelegger versteckt, der wahrlich am wenigsten dafürkann, aber zum Sündenbock der Republik geworden ist.
    Komisch, dass niemand von der Opposition versucht, die FPÖ in die Schranken zu weisen, im Gegenteil, man könnte vermuten, es hätte ein Schulterschluss stattgefunden, aber eingebrockt hat uns dieses Finanz-Debakel immer noch die FPÖ unter Dr. Jörg Haider, und genau diese FPÖ liegt laut den Meinungsumfragen an der Spitze des Landes. Diese Regierung hätte sich zumindest verdient, nicht als Schuldiger hingestellt zu werden, auch wenn mir sonst nichts Positives mehr zu ihr einfällt.

    Thomas Richter,
    per E-Mail

    Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 19. März
    Europas Pragmatismus in Zeiten der Krim-Krise



    Pragmatismus ist von Opportunismus nicht weit entfernt:
    Entscheidungen und entsprechendes Vorgehen werden den jeweiligen Gegebenheiten angepasst und untergeordnet.
    Es ist schon seit längerem opportun, von "Werten" zu sprechen, ohne sie zu benennen. Sie bleiben neben der gelebten Praxis graue Theorie und dadurch eben wert- und wirkungslos. Daher sollte man das Wertegeschwätz endlich als das enttarnen, was es ist, nämlich pure Heuchelei.
    Wertfreiheit im Sinne von Beliebigkeit, die ethisch nicht hinterfragt werden kann, gibt es nicht, ist eine scheinbare Möglichkeit, sich einfach auf eine pragmatische Einstellung zurückziehen zu können.
    Ein Beispiel: Forscher kreieren neue technische oder medizinische Möglichkeiten und überlassen es dann der Gesellschaft oder den Regierungen, wie sie diese nutzen, und meinen, sich so aus der Verantwortung stehlen zu können.
    Es ist aber bekannt, wie bitter Albert Einstein & Co es bereut haben, ihre atomwissenschaftlichen Erkenntnisse zur Verfügung gestellt und den Bau der Atombombe ermöglicht zu haben. Ihr flehentlicher Brief an US-Präsident Franklin D. Roosevelt, sie nicht einzusetzen, blieb bekanntlich ungehört. In den USA zieht man sich auf den Standpunkt zurück, Waffen seien wertneutral, jeder könne damit machen, was er will.
    Wenn Pragmatismus wertfrei ist, dann nur so lange, bis er sich im Handeln niederschlägt. Dann gibt es aus der Verantwortung kein Entrinnen mehr.

    Christine Preyer,
    per E-Mail

    Proteste in Venezuela gehen unvermindert weiter

    Der Slogan , der auf den Demonstrationen am meisten gerufen wird, ist: "Wir haben keine Lust in einer kubanischen Diktatur zu leben!"
    Die Führungsspitze des venezolanischen Militärs wird von den Kubanern kontrolliert, ein ständiger kubanischer Berater sitzt im Büro der Verteidigungsministerin. Kuba kontrolliert über die Firma Cubacontrol S.A. die Häfen und den Zoll in Venezuela. Über die Firma Albet Ingeniería y Sistemas S.A., die zur Universität de Ciencias Informáticas (UCI) in Havanna gehört, stellt Kuba die Ausweispapiere der Venezolaner aus. Gerichtsurteile des obersten venezolanischen Gerichtshofes werden zur Abnahme nach Havanna geschickt.
    Die Kubaner sitzen in der venezolanischen Verwaltung, den Notariaten und sind Lehrer und Ärzte hier. Sie kontrollieren den Energiesektor. Kuba erhält täglich 100.000 Fässer kostenloses Rohöl von Venezuela. Dank diverser Sonderabkommen erhält Kuba von Venezuela Vorzugskredite, die das Land zu einem Zinssatz von 1 Prozent zurückzahlt, während Venezuela sich, um dieses Geld aufzutreiben, auf dem Finanzmarkt zu 12 Prozent verschuldet. Ungefähr 60.000 Kubaner besetzen strategisch wichtige Posten im Land.

    Mina Winter,
    per E-Mail

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2014-03-21 14:53:08
    Letzte Änderung am 2014-03-21 15:02:09


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