• vom 25.03.2014, 15:34 Uhr

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    Bei Demonstrationen gegen Sparmaßnahmen in Spanien gab es zahlreiche Verletzte. - © ap/Andres Kudacki

    Bei Demonstrationen gegen Sparmaßnahmen in Spanien gab es zahlreiche Verletzte. © ap/Andres Kudacki

    Spaniens Bevölkerung verarmt wegen der Finanzkrise weiter


    Man darf sich nicht wundern, dass das Volk Spaniens auf die Straße geht und gegen das regierende Establishment revoltiert und dass es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen kommt.

    Mehr als fünf Millionen Menschen sind mittlerweile arbeitslos, die Armut grassiert und die Betroffenen stehen vor der Entscheidung, ihr minimales Einkommen entweder für die Miete oder für Lebensmittel auszugeben. Etwa drei Millionen Spanier können nur noch mithilfe der Caritas und der Armenausspeisung überleben. Die Zahl der zwangsdelogierten Haushalte übersteigt seit Beginn der Finanzkrise weit über 400.000 und jeder dritte Selbstmord der über 3000 jährlichen begangenen Suizide wird wegen der tristen wirtschaftlichen Situation begangen. Ähnlich sieht die Situation in Griechenland und in Portugal aus.



    Man rettet Banken mit Milliarden, die dringend für die Bevölkerung notwendig wären, und verschärft die Situation, indem man die betroffenen Staaten zu rigorosen Sparmaßnahmen zwingt, die auf die ohnehin schon verarmte Bevölkerung abgewälzt werden.

    Thomas Richter,

    per E-Mail

    Zur Kritik des Rechnungshofes an den ÖBB-Pensionen

    Es gibt bei den ÖBB seit 2012 keine organisatorischen Ruhestandversetzungen (Frühpensionen) mehr. Wir haben diese Praxis im Sinne der Steuerzahler gestoppt. Die Darstellung des Rechnungshofes insinuiert hingegen, dass es bei den ÖBB nach wie vor Frühpensionen, die nicht gesundheitsbedingt sind, gibt. Es gibt heute jedoch nur noch zwei Pensionsarten bei definitiv gestellten Eisenbahnern: die altersbedingte Pension und die krankheitsbedingte Pensionierung.

    Die Konsequenz ist, dass 2012 so wenige Eisenbahner wie noch nie in Pension gegangen sind. Die Gesamtanzahl der Pensionierungen betrug nur noch 465. Auch die krankheitsbedingten Pensionen wurden seit 2010 gesenkt. Gab es von 2001 bis 2009 jährlich durchschnittlich 887 Pensionierungen, waren es 2010 bis 2013 durchschnittlich 415, also mehr als eine Halbierung.

    Auf krankheitsbedingte Pensionen haben die ÖBB so wie jedes andere Unternehmen keinen Einfluss, da hier die Entscheidung auf Grundlage eines Gutachtens der Pensionsversicherungsanstalt getroffen wird. Unsere Anstrengungen zeigen aber gewisse Erfolge. Das Pensionsantrittsalter ist seit 2010 konsequent gestiegen und nähert sich dem ASVG-Niveau, sowohl bei krankheits- als auch altersbedingten Pensionen. 2012 betrug das durchschnittliche Antrittsalter von ÖBB-Mitarbeitern 59,4 Jahre, gegenüber 60,8 Jahren im Bereich des ASVG. Bei den krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen betrug das Durchschnittsalter im Jahr 2012 bei den ÖBB 51,1 Jahre, im ASVG lag dieses bei 51,7 Jahren.

    Wir sind uns bewusst, dass wir als eines der größten staatlichen Unternehmen besonders genau kontrolliert werden, und nehmen diese Kontrolle und etwaige Erkenntnisse des Rechnungshofes auch sehr ernst. Natürlich gibt es noch einiges zu tun. Wogegen wir uns aber wehren, ist, dass die ÖBB durch die verkürzte Darstellung der Pensionierungspraxis in ein falsches Licht gerückt werden.

    Mag. Christian Kern,

    Vorstands-
    vorsitzender
    der ÖBB

    TMW/Preiss




    Schlagwörter

    Leserbriefe, Spanien, Finanzkrise, ÖBB

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    Dokument erstellt am 2014-03-25 15:38:07


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