• vom 07.07.2014, 13:43 Uhr

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Update: 09.07.2014, 11:27 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Luftraum, Papst Franziskus




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    Ein Eurofighter des österreichischen Bundesheeres. - © Foto: apa/Bundesheer/Horst Gorup

    Ein Eurofighter des österreichischen Bundesheeres. © Foto: apa/Bundesheer/Horst Gorup

    Privatisierung der Sicherung von Österreichs Luftraum

    Ich will die Diskussion über die aktive Luftraumüberwachung um eine Facette erweitern. Warum könnte Österreich die Luftraumüberwachung nicht teilprivatisieren? Die Infrastruktur sowie passive Luftraumüberwachung stellt der Staat zur Verfügung und die Abfangjäger werden von einem privaten Sicherheitsunternehmen betrieben. Einsätze bezahlt der Staat oder Veranstalter, der eine Luftraumüberwachung benötigt, und ähnlich wie bei den ÖBB sollte es Zuschüsse der öffentlichen Hand geben.
    Gegen eine Privatisierung der militärischen Luftraumüberwachung spricht jedoch das internationale Recht. Die Luftverkehrskontrolle und die Abwehr von terroristischen und kriminellen Aktivitäten im Luftraum fallen wegen der hiermit verbundenen politischen und rechtlichen Implikationen in staatliche Verantwortung. Darüber hinaus ist Österreich gemäß Völkerrecht als immerwährend neutraler Staat verpflichtet, eine eigene aktive Luftraumüberwachung in Bereitschaft zu halten, unabhängig von der aktuellen Bedrohungslage.


    Kurt Gärtner,
    4600 Wels

    Zum Gastkommentar von Christian Ortner, 5. Juli
    Äußerungen zu Wirtschaft waren nicht ex cathedra



    Einem so gut informierten Journalisten wie Christian Ortner, dem ich bei so manchen (anderen) Wortmeldungen begeistert zustimme, wird es nicht entgangen sein, dass Papst Franziskus seine wirtschaftspolitischen Äußerungen nicht ex cathedra verkündet hat, er also keinerlei Unfehlbarkeit für dieselben beansprucht hat. Die Überschrift des Beitrags ist daher von einem bewussten Missverstehen des katholischen Unfehlbarkeitsdogmas bestimmt.

    Martin Deutsch,
    per E-Mail

    Die Opfer des Kapitalismus sind die Armen der Welt

    Christian Ortner verweist auf die von Kommunisten verübten Gräuel sowie auf die Verdienste der kapitalistischen Marktwirtschaft, die "hunderte Millionen aus bitterster Not geführt hat". Das ist Schwarz-Weiß-Malerei. Überhaupt ist es kühn, Menschen mit einem Einkommen von mehr als 1,5 US-Dollar pro Tag als "nicht mehr arm" zu bezeichnen. Und reden wir ruhig auch über Gräuel, die Kapitalisten begehen, wie die Ausbeutung von Textilarbeiterinnen. Die werden durch das rasante Anwachsen der Großvermögen mitverursacht. Wo das Geld ist, da ist auch die Macht. Und vor allem gegen diese Union zwischen Geld und Macht wendete sich auch die Befreiungstheologie.

    Dipl.-Ing. Ewald Pangratz,
    1130 Wien

    Offene Worte von Papst Franziskus zu Marktwirtschaft

    Der Heilige Vater kritisiert nicht die Freiheit, sondern den Missbrauch der Freiheit. Der Papst ist nicht naiv, sondern hat offene Augen für die Ungerechtigkeiten, die sich aus wirtschaftspolitischem Fehlverhalten von Staaten, Konzernen, Politikern ergeben! Nicht er ist als fehlbar anzuprangern, sondern diejenigen Akteure, welche die Marktwirtschaft missbrauchen und behindern.

    Mag. Helge Schöner,
    2680 Semmering




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2014-07-07 13:47:05
    Letzte Änderung am 2014-07-09 11:27:21


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