• vom 19.05.2016, 15:04 Uhr

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Update: 19.05.2016, 15:14 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Christian Kern, europäische Werte




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    Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) nach seiner Angelobung.

    Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) nach seiner Angelobung.© Foto: apa/Herbert Neubauer Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) nach seiner Angelobung.© Foto: apa/Herbert Neubauer

    Zum Artikel von Simon Rosner, 18. Mai

    Die große Chance für die SPÖ

    Die Zeit des Schönredens von Problemen dürfte mit der Ära Kern vorbei sein. Für mich stand schon bei seinem beherzten Eingreifen am Höhepunkt der Flüchtlingskrise fest, dass dieser Mann Bundeskanzler werden muss. Während alle anderen wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrten, setzte er Taten und stampfte mit seinen Mitarbeitern binnen kürzester Zeit einen Notfallplan aus den Boden, um die Krise zu entschärfen. Es ist nur von Vorteil, dass Christian Kern mit den politischen Ritualen nicht so vertraut ist, denn genau diese versteinerten Strukturen der österreichischen Innenpolitik gilt es aufzubrechen und neu zu gestalten.

    Bundeskanzler Kern fordert von seinen Mitarbeitern gleich die passenden Lösungsvorschläge, wenn Probleme geortet wurden. Die ewigen Raunzer werden es also schwer haben, bei ihm einen Fürsprecher zu finden. Die SPÖ hat mit ihm als Kanzler die große Chance, wieder die gestaltende Kraft zu werden, die sie einmal war.

    Thomas Richter,

    per E-Mail

    Zum Artikel von Judith Belfkih, 14. Mai

    Religionsfreiheit ist ein wichtiges Grundrecht

    Europa hat mühsam die Trennung von Kirche und Staat erlernt, die Religionsfreiheit ist ein wichtiges Grundrecht. Die Forderung der deutschen AfD und FPÖ "der Islam gehört nicht zu uns" verletzt dieses Grundrecht. Wir sollten insgesamt die europäischen Grundrechte fördern und den Glauben den Menschen überlassen. Das österreichische Islamgesetz 2015 will einen europäischen Islam ermöglichen, der Religion und Politik auseinanderhält, die Ausbildung der Imame europäischen Standards anpasst. Nicht der fehlende Glaube ist zu beklagen, sondern die mangelnde Unterstützung für die Grundrechte und den europäischen Rechtsstaat. Das hilft uns im Kampf gegen autoritäre Regime in Europa.

    Franz Pichler,

    per E-Mail

    Glaubenskraft im täglichen Leben

    Das Phänomen der Entkirchlichung breiter Bevölkerungsgruppen in der westlichen Welt ist Faktum. Als Irreligiöse leugnen Thilo Sarrazin und Gleichgesinnte die Existenz eines persönlichen Gottes jenseits der erfahrbaren Welt. Vor allem durch die Flüchtlinge, die meist aus Gesellschaften kommen, in denen Religion eine tragende öffentliche Rolle spielt, ist der Glaube grundsätzlich suspekt geworden. Diesem intoleranten Denken möchte ich als Protestantin Einhalt gebieten. Mein Christsein hat mit Weltanschauung rein gar nichts zu tun! Es soll sich als Lebenskraft beweisen. Glauben ist keine Spezialbegabung, vielmehr eine Willensentscheidung. Mein Glaube hat somit nicht nur mit "himmlischen Überzeugungen" zu tun, sondern auch mit irdischem Verhalten. Dabei sind die Vernunft und das eigene Planen nicht außen vor.

    Wilma Kropf,

    per E-Mail





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2016-05-19 15:08:05
    Letzte Änderung am 2016-05-19 15:14:34


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