• vom 12.07.2016, 14:55 Uhr

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Update: 12.07.2016, 15:01 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: USA, EU + Nato




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    Demonstration gegen Polizeigewalt in Austin, Texas. - © Foto: ap/Gerald Herbert

    Demonstration gegen Polizeigewalt in Austin, Texas. © Foto: ap/Gerald Herbert

    Unruhen in den USA

    Als mir mein Vater vor Jahren erzählte, dass im amerikanischen Kriegsgefangenenlager 1945/46 dunkelhäutige US-Soldaten wegen geringer Ordnungswidrigkeiten von Militärpolizisten verprügelt wurden, konnte ich das nicht glauben. Jetzt nach den Vorfällen in den USA sehe ich diese Erzählung mit anderen Augen. Übrigens, die deutschen Kriegsgefangenen wurden dort korrekt behandelt.

    Während des Zweiten Weltkrieges waren die Afroamerikaner noch sehr viel weiter als gegenwärtig von jener Gleichberechtigung entfernt, die ihnen US-Präsident Abraham Lincoln einst verheißen hatte. Jedoch sind in den USA bis heute die alten Ressentiments zwischen den Schwarzen und Weißen noch nicht ganz überwunden.

    An diesem Beispiel sieht man, wie schwer eine echte Integration von unterschiedlichen Menschen ist und dass die gemeinsame Sprache Englisch allein nicht genügt, um ein Wir-Gefühl zu vermitteln. Angesichts vieler Opfer haben es in den USA Stimmen schwer, die die "Einheit als Amerikaner" einmahnen, auch der Wahlkampf entzweit die amerikanische Gesellschaft.

    Kurt Gärtner,

    4600 Wels

    EU und Nato planen hybride Kriegsführung

    Ein so verbindliches Zusammenrücken zwischen EU und Nato ist für mich ein klarer Verstoß gegen europäisches Recht. Darüber hinaus ist eine solche Allianz für eine weitere Konsolidierung der EU, auch auf außenpolitischer Ebene, äußert kontraproduktiv. Nach dem Brexit sollte man vorsichtiger sein mit undemokratischen Maßnahmen.

    Marianne Moscoso Osterkorn,

    per E-Mail

    Zur Glosse von Robert Sedlaczek, 6. Juli

    Redeweise von Politikern

    Danke für die nette Glosse. Ich glaube aber, die restösterreichische Entsprechung zu nachjatten oder nachwatten müsste nachschnapsen lauten. Tarockieren ist eine Stufe höher oder urbaner.

    Jakob Ebner,

    per E-Mail

    Umgangston wir rauher

    Es entspricht dem Zeitgeist, gegen andere zu hetzen oder sie der Lächerlichkeit preiszugeben.

    Man braucht sich nur anzusehen, was uns im Fernsehen oder in den Tageszeitungen vorgesetzt wird und wird verstehen, was ich meine. Dass gewisse politische Kräfte auf diesen Zug aufgesprungen sind, darf niemanden verwundern.

    Die ganze Gesellschaft trägt dafür die Verantwortung, nicht nur die Politik. Vor allem die Medien haben einen großen Beitrag geleistet, dass es so ist, wie es ist.

    Ein Blick in die Internetforen offenbart jedem, den es interessiert, wie es tatsächlich mit der geistigen Grundhaltung der Menschen bestellt ist. Wir leben in einer verblödeten, dekadenten Gesellschaft, in der ein Großteil der Menschen Egozentriker sind. Sie wurden aber nicht so geboren, sie wurden dazu gemacht, und zwar, eben durch diese Gesellschaft. Ein netter kleiner Teufelskreis, mit absehbarem Ergebnis.

    Thomas Richter,

    per E-Mail





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2016-07-12 14:59:05
    Letzte Änderung am 2016-07-12 15:01:21


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