• vom 15.08.2016, 15:21 Uhr

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Update: 15.08.2016, 18:06 Uhr

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Leserforum: Türkei. Mieten, Bildung




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    Erdogan-Anhänger demonstrieren ihre Zustimmung zum Kurs des Präsidenten. - © afp/Ozan Kose

    Erdogan-Anhänger demonstrieren ihre Zustimmung zum Kurs des Präsidenten. © afp/Ozan Kose

    Die Türkei war nie ein europäisches Land

    Bundeskanzler Christian Kern und Außenminister Sebastian Kurz haben einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen gefordert. Warum erst jetzt? Die Haltung von Präsident Recep Tayyip Erdogan ist hinlänglich bekannt.

    Ich darf zwei Zitate in Erinnerung rufen: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." Und: "Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islam wehen zu lassen."

    Die zweite entscheidende Frage lautet: Warum hat man mit dieser Türkei überhaupt Beitrittsverhandlungen begonnen? Ohne dieser Nation nähertreten zu wollen, steht es außer Zweifel, dass dieses Land niemals ein europäisches Land war und schon gar nicht werden wird. Weder geografisch noch ökonomisch oder historisch und am wenigstens kulturell gibt es europäische Verbindungsfäden mit der Türkei. Das hätten unsere Staatenlenker schon lange zur Kenntnis nehmen müssen, dann wären uns unliebsame Überraschungen erspart
    geblieben.

    Gerald Grosz, ehemaliger
    Abgeordneter zum Nationalrat

    Zum Gastkommentar von Isolde Charim, 6. August

    Umbau der Türkei in eine autoritäre Demokratie

    Was ist aber, wenn man den Umkehrschluss zieht und sagt: Weil es eben überhaupt keine Homogenität in der türkischen Gesellschaft gibt, ist eine Demokratie nach unseren Vorstellungen gar nicht möglich und die Durchsetzung staatlicher Gewalt nur in dieser Form praktikabel?

    Auch in Österreich ist durch die stark geförderte "Vielfalt" der Gesellschaft das Ansteigen gesetzlicher - also staatlicher - Regelungen in den vergangenen Jahren stark im Wachsen.

    Demokratie beruht auf der Idee der Zivilgesellschaft. Diese erfordert jedoch eine allgemeine Einigung auf gewisse "Mindeststandards" im Zusammenleben. Je weniger von diesen existieren, desto mehr muss der Staat eingreifen, um die öffentliche Ordnung sicherzustellen. Aus sicherer Entfernung über die Türkei zu urteilen, ist einfach.

    Mag. Stephan Fischer, per E-Mail

    Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 4. August

    Die Mieten wieder leistbar machen

    Anstatt wieder regulativ in das ohnehin schon überstrapazierte Mietrecht einzugreifen, sollte die Regierung legislativ dafür sorgen, dass sich Löhne und Gehälter wieder an der Produktivität orientieren und durch reduzierte Abgaben mehr Netto vom Brutto bleibt. Dann werden sich die Menschen die Mieten leisten können.

    Mag. Martin Behrens, per E-Mail

    Zum Artikel von Michael Ortner,
    4. August

    Bildungsniveau von Flüchtlingen

    Es ist schwierig, viele der Flüchtlinge auf unsere Arbeitswelt vorzubereiten. Je realistischer man das sieht und je besser man Möglichkeiten schafft, desto eher wird ein großer Anteil der Personen im Arbeitsleben stehen.

    Marcus Lang, per E-Mail





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2016-08-15 15:26:05
    Letzte Änderung am 2016-08-15 18:06:57



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