• vom 17.10.2016, 14:38 Uhr

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Update: 17.10.2016, 15:08 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Bundesheer, Populisten, Bildung




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    Einheiten des Bundesheeres bei einer Einsatzübung im Rahmen der "Präsentation Grenzmanagement an Süd- und Ostgrenze" in Spielfeld. - © Foto: apa/Erwin Scheriau

    Einheiten des Bundesheeres bei einer Einsatzübung im Rahmen der "Präsentation Grenzmanagement an Süd- und Ostgrenze" in Spielfeld. © Foto: apa/Erwin Scheriau

    150 Jahre Wehrpflicht in Österreich

    In Österreich wurde die allgemeine Wehrpflicht 1866 eingeführt. Sie wurde nur nach dem ersten und Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Für Österreichs Politiker der ersten Stunde war es eine Selbstverständlichkeit - nach dem Erreichen der Souveränität und der Neutralitätserklärung am 26. Oktober 1955 -, die allgemeine Wehrpflicht für Männer zu
    beschließen. Bei der Volksbefragung im Jahr 2013 haben sich 60 Prozent der Abstimmenden für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen.

    Das Bundesheer will eine modulare Ausbildung einführen und die Wünsche der Rekruten besser berücksichtigen. Wesentlich wird sein, die Ausbildung einsatzorientiert und interessant zu gestalten sowie die Rekruten als Mitarbeiter zu akzeptieren.

    Jeder Experte weiß, dass man mit sechs Monaten Grundwehrdienst ohne folgende Waffenübungen keine feldverwendungsfähigen Einheiten ausbilden kann. Ein Milizbataillon ohne Volltruppe üben zu lassen, ist etwa so, wenn eine Fußballmannschaft sich auf die Meisterschaft vorbereitet und lediglich den Tormann, je einen Verteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer zur Verfügung hat.

    Oberst i.R. Kurt Gärtner,

    4600 Wels

    Zur Glosse von Isolde Charim, 15. Oktober

    Populisten und ihre Wähler

    Immer ein Genuss, die Artikel von Isolde Charim. Und gleichzeitig immer eine Herausforderung für meinen Denkapparat, muss immer einiges zweimal lesen, um die Saltos der Argumentationen nachzuvollziehen - herrlich! Und klug allemal.

    Meret Barz,

    per E-Mail

    Zu hohe Kosten der Bildungsstrukturen

    Der von der Bundesregierung veröffentliche Bildungsbericht 2015 zitiert eine Studie der OECD, die die Struktur und den Aufwand einzelner Länder für die Schulverwaltung in Relation zur Gesamteinwohnerzahl stellt. Österreich mit seiner extrem komplexen, teuren und ineffizienten Schulverwaltungsbürokratie müsste 66 Millionen Einwohner haben, um diese Strukturen und Kosten rechtfertigen zu können! Diese Zahl zeigt besser als jede Grafik, welchen bürokratischen Wahnsinn sich Österreich hier leistet.

    Dies ist bis in Details hinein die Schulverwaltungsstruktur aus der Habsburgmonarchie, die 52 Millionen Einwohner hatte!

    Daher geht es nicht darum, ob der Bund oder die Länder jene Steuermittel einheben, die in dieser hypertrophen Bürokratie teils sinnlos versickern, sondern durch Reformen der Verfassung zu einer schlanken und effizienten Verwaltung zu gelangen, die klare personelle Verantwortlichkeiten schafft und die der jetzigen Einwohnerzahl Österreichs entspricht.

    Prof. Ernst Smole,

    1080 Wien

    Zum Gastkommentar von Lukas Job, 12. Oktober

    Zu den Meinungen von Akademikern und Experten

    Natürlich ist deren Meinung anders, denn selbige waren ja auch noch nie beim AMS. Eine Exkursion dorthin wäre jedoch empfehlenswert, vor allem hinsichtlich der Feldforschung.

    Mag. Stephan Fischer,

    per E-Mail





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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2016-10-17 14:44:05
    Letzte Änderung am 2016-10-17 15:08:03


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