• vom 06.11.2017, 16:40 Uhr

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Leserbriefe

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    Der nötige Wandel
    im Schulsystem

    Eine Wifo-Studie im Auftrag der Hannes Androsch Stiftung in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ortet einerseits eine Verminderung von geringem Bildungsniveau bei gleichzeitiger Verbesserung von höheren Bildungsabschlüssen, andererseits (zunehmende) Defizite bei sinnerfassendem Lesen, Schreiben und Rechnen, was Probleme im Umbruch zu einem immer "digitalisierterem Arbeitsmarkt" schaffen wird. Abhilfe-Botschaften der Studienbeteiligten sind ein Ganztags-Schulsystem, Frühförderung insbesondere von Deutschkenntnissen sowie zeitgemäß aus- und weitergebildetes Lehrpersonal.

    Wie kann die Schule der Zukunft aussehen? fotolila/Syda Productions

    Wie kann die Schule der Zukunft aussehen? fotolila/Syda Productions Wie kann die Schule der Zukunft aussehen? fotolila/Syda Productions

    Die Hoffnung, mit nur einem einheitlichen Schulsystem die Bildungserbschaft auszuschalten, kann nur gelten, wenn das allgemeine Bildungsniveau erhalten bzw. gehoben wird - was nur mit einem Benotungssystem zu erreichen sein wird, das neben Stärken eine ausgewiesene Schwäche ohne Aufstiegsverlust zulässt. Internationale Wettbewerb-Hysterie (Pisa) führt zu Niveau-Anforderungen, die dem Typ "Übungsschule" zuwiderlaufen. Das Schlagwort Digitalisierung definiert noch nicht, auf welcher Niveau-Stufe wie viele Kenntnisse erforderlich sind. Üben und Wiederholen ist der einzige Weg zur Verinnerlichung von zu erwerbenden (Grund-)Kenntnissen.


    Schulsystem und Lehrplan sind nur so erfolgreich, wie die Lehrerschaft entsprechend ausgebildet und bezahlt ist, was nur durch periodische Weiterbildung - auch in der unterrichtsfreien Zeit - und ebensolcher Evaluierung sichergestellt werden kann.

    Wolfgang Riemer,

    per E-Mail

    Zum Gastkommentar von
    Lee Ying-yuan, 4. November

    Gefahren aufgrund der Klimaverschlechterung

    Klimawandel ist der falsche Ausdruck. Wandel ist den Leuten egal. Von Klimaverschlechterung ist zu sprechen. Verschlechterung - das wollen die Leute nicht.

    Der Klimawandel sei eine Erfindung der Chinesen, meint Donald Trump. Die Verwüstungen durch Hurrikans kann er nicht wegleugnen. Schützen Sie die Menschen vor Hurrikans, Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbränden, Herr Trump!

    Peter Jürß,

    1160 Wien

    Zum Artikel von Matthias Punz,
    2. November

    Engstirnigkeit im Wissenschaftsbetrieb

    "Wir werden zu Fachidioten ausgebildet", so die Klage von Studierenden der Wirtschaftsuniversität. Zugleich wird seitens der WU die Lektorentätigkeit des Gemeinwohlökonomen Christian Felber nicht mehr verlängert.

    Dabei geht es nicht darum, der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) einen besondere Position zuzuweisen, sondern die Buntheit der verschiedenen ökonomischen Denkschulen zu bereichern. Ich finde es nahezu belustigend, dass die GWÖ international sich in erkennbarem Aufschwung und Zustimmung befindet und im Kern- und Ausgangsland dieser Bewegung man viel daransetzt, diese klein zu halten. Aber das ist ja vielleicht eine der hervorstechenden Eigenschaften Österreichs: Einerseits Geburtsstätte unkonventioneller Ideen zu sein, andererseits dafür zu sorgen, dass diese Ideen und ihre Erzeuger außer Landes verscheucht werden. Man studiere dazu die Biografien von Joseph Schumpeter, Peter Drucker, Friedrich August von Hayek...

    Günter Koch,

    per E-Mail

    Die Gefahr eines
    Atomkrieges

    In letzter Zeit mehren sich die Befürchtungen vor dem Ausbruch einer Auseinandersetzung mittels Kernwaffen. Als die USA im Rahmen des Manhattan-Programms die erste Atombombe zündete, waren alle Zeugen dieses Ereignisses sofort überzeugt, dass "a nuclear war could never be fought on this earth without bringing disaster to all mankind" (aus "Now it can be told" von General Leslie R. Groves, dem Leiter des Manhattan-Programmes).

    Leider wird es nicht möglich sein, den derzeitigen kriegslüsternen Führern so eine Explosion vorzuführen, es würde sie vielleicht zum Nachdenken bringen.

    D.I. Ewald Pangratz,

    1130 Wien




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    Dokument erstellt am 2017-11-06 16:44:10


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