• vom 30.01.2018, 17:07 Uhr

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    Der Schienenverkehr hat Zukunft. - © fotolia/den-belitsky

    Der Schienenverkehr hat Zukunft. © fotolia/den-belitsky

    Die Zukunft der Regionalbahnen

    In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Niederösterreich zahlreiche Regionalbahnen von den ÖBB eingestellt. Ein Paket an teilweise noch in Betrieb befindlichen Strecken wurde vor kurzem an das Land abgetreten, und daran anschließend wurden die meisten eingestellt oder werden nur noch saisonal betrieben.


    Auch Trentino-Südtirol galt jahrzehntelang als Negativbeispiel in der Bahnpolitik. Dort wurden zwei Straßenbahnbetriebe sowie sieben von elf Regionalbahnen eingestellt. Auf den vier Hauptstrecken wurden zahlreiche Haltepunkte aufgelassen.

    Doch das Unmögliche wurde wahr: Eine lange Strecke wurde höchst erfolgreich reaktiviert, eine Schmalspurbahn wurde verlängert, drei Standseilbahnen wurden neu gebaut. Fast jede eingestellte Regionalbahn erlebt durch die Erfolge der Vinschger- und Nonsbergbahn Diskussionen über eine Reaktivierung. Mit Ausnahme der überlasteten Brennerbahn wurden auf den drei weiteren Hauptstrecken zahlreiche Haltepunkte wieder beziehungsweise neu in Betrieb genommen. Mittlerweile wird Südtirol von zahlreichen Verkehrspolitikern besucht, die sich vor Ort ein Bild über eine zeitgemäße Verkehrspolitik machen.

    Es wird Zeit, auch in Niederösterreich endlich mit Bahneinstellungen Schluss zu machen und stattdessen Strecken wieder in Betrieb zu nehmen.

    Peter Baalmann,

    4890 Frankenmarkt

    Der Ausbau des
    öffentlichen Verkehrs

    Die überparteiliche Fahrgastvertretung "probahn Österreich" sieht die dringende Notwendigkeit, dass wichtige Weichenstellungen im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs und der Schieneninfrastruktur in der laufenden Legislaturperiode vorgenommen werden. In diesem Sinne begrüßt unsere Plattform zahlreiche Ansätze im aktuellen Regierungsprogramm, die sich großteils mit den Anliegen der Fahrgäste decken. Für "probahn Österreich" ist entscheidend, dass die Bundesregierung verbindliche Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre beschließt und umsetzt.

    Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist einerseits, dass die großen Eisenbahnbauten (West, Süd, Brenner) gemäß dem Zielnetz 2025+ abgeschlossen sein werden. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten von Infrastrukturprojekten besteht bereits jetzt dringender Handlungsbedarf, den Weg für ökologisch verträgliche Verkehrslösungen einzuleiten.

    Andererseits öffnet sich durch die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und positiver Erfahrungen der letzten Jahre für die neue Bundesregierung ein günstiges Zeitfenster, einzelne Leuchtturmprojekte in der aktuellen Legislaturperiode zum Abschluss zu bringen. Mit der Einführung eines bundesweiten Tickets für alle öffentlichen Verkehrsmittel könnte bereits ein digitales Verrechnungssystem einhergehen, das europaweit ein innovativer Ansatz wäre.

    Mag. Peter Haibach, Sprecher von "probahn Österreich"

    Alte und moderne
    Architektur

    All jenen, die unpassenderweise im Zusammenhang mit dem Heumarkt-Turm den Ausspruch von Karl Kraus "Alt-Wien war einmal neu" verwenden, sei das Sprichwort in Erinnerung gerufen: "Wer’s Alter nicht ehrt, ist des Alters nicht wert."

    Um bei den Aussprüchen zu bleiben: Anfang Jänner kam in einer Sendung des NDR Friedensreich Hundertwasser posthum zu Wort: "Architektur muss Freude bereiten. Architektur muss die Menschen erheben und nicht bedrücken." Darüber sollte die Wiener Stadtregierung samt Stadtplanung und Stadtbaudirektion einmal gründlich nachdenken.

    Peter Jürß,

    1160 Wien




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    Dokument erstellt am 2018-01-30 17:11:10


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