• vom 16.04.2018, 13:55 Uhr

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    Protestaktion im UKH Meidling mit Wolfgang Weismüller, dem Vizepräsidenten der Wiener Ärztekammer. - © apa/Neubauer

    Protestaktion im UKH Meidling mit Wolfgang Weismüller, dem Vizepräsidenten der Wiener Ärztekammer. © apa/Neubauer

    Die Regierung überlegt die Abschaffung der AUVA

    Das österreichische Narrenschiff durchpflügt stürmische See. Die AUVA als barockes Dramolett. Ein Regierungsmitglied lässt in einem Halbsatz ein Meinungsfraktal fallen, ohne ein Konzept erkennen zu lassen. Alle Akteure der Tagespolitik von den Medien bis zu Parlamentariern geraten in Aufruhr, anstatt von der Regierung einen ordentlichen Vorschlag einzufordern. Dieser könnte dann geprüft, gelobt oder bemängelt werden. Das wäre aber nicht Österreich, wir haben’s gern lustig süß-sauer.


    Arch. DI Bernd Stanzel,

    1070 Wien

    Warum deckt die AUVA
    auch Freizeitunfälle ab?

    Man kann es kaum fassen, wie selbst Leute, denen man eine gewisse Intelligenz nicht absprechen kann - etwa Ärzte -, die simplen Zusammenhänge in der Angelegenheit der AUVA nicht durchschauen und sich gegen eine sinnvolle Reform instrumentalisieren lassen.

    Die AUVA ist eine Versicherung gegen die finanziellen Folgen von Arbeitsunfällen. Großzügigerweise sind auch die Folgen von Verkehrsunfällen inkludiert, wenn sie sich auf dem Weg von und zur Arbeit ereignen. Die dazu erforderlichen Beiträge werden den Arbeitgebern abverlangt. Das ist völlig in Ordnung. Wieso aber die Folgen von Freizeitsport, Verkehrsunfälle, die nichts mit dem Weg zum Arbeitsplatz zu tun haben, und sogar Unfälle mit Feuerwerkskörpern zu Silvester aus den Mitteln der AUVA abgedeckt sein sollen, ist nicht nachvollziehbar. Eine private Unfallversicherung, besonders für die Ausübung von (potenziell gefährlichen) Sportarten, ist zumutbar!

    Dr. Georg Rohrmoser, Arzt,

    1080 Wien

    Landespolitiker versus
    Kanzler in der ÖVP

    Kaum geht es um notwendige Reformen, fallen ÖVP-Landespolitiker ihrem Bundesparteiobmann in den Rücken. Das erinnert an längst überwunden geglaubte Zeiten. Beim Aufstand der Kassen- und Ärztekammerfunktionäre gegen die Zusammenlegung der Versicherungsanstalten reihen sich Parteikollegen von Kanzler Sebastian Kurz in die SPÖ-Abwehrfront ein.

    Das Vorhaben, die Anzahl der Sozialversicherungsträger von 21 auf maximal fünf zu reduzieren, ist im Regierungsabkommen von ÖVP und FPÖ schwarz auf weiß festgeschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen, führt an der Fusion der neun Gebietskrankenkassen kein Weg vorbei. Wenn Politiker, wie etwa der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter und Gesundheitslandesrat Christian Stöckl, die Festlegung ihrer Partei nicht mittragen können, haben sie aus der ÖVP auszutreten. Dieses Quertreiben stellt die Paktfähigkeit der Kanzlerpartei infrage.

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    Dokument erstellt am 2018-04-16 14:00:15



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