• vom 20.04.2018, 13:05 Uhr

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Es ist eine Tragik, dass die westliche Welt zwar den Mund vollzunehmen weiß mit Beteuerungen wie "Nie wieder", dass europäische Politiker nie um Wortspenden verlegen sind, dass es das Existenzrecht Israels natürlich gibt, dass aber - und das mit permanenter Unterstützung vieler Medien - dieses Existenzrecht subtil in Frage gestellt wird, dass Israel in seinem Recht auf Verteidigung seiner Souveränität mit ganz anderen Maßstäben gemessen wird als alle anderen Staaten der Welt.

Angelika Matzka,

1180 Wien

Inakzeptable Veranstaltung
in einer Wiener Moschee

Die Bilder aus dem Gebetsbereich der Atib-Moschee in der Dammstraße in Wien sind nicht akzeptabel. Kinder spielen auf diesen Fotos tote Soldaten, werden mit der türkischen Fahne zugedeckt, und wieder andere Kinder gehen an den "Toten" vorbei. Das ist nicht normal! Das ist eine Respektlosigkeit gegenüber dem Gebetshaus und gegenüber Österreich.

Ein Gebetshaus ist ein Ort, an dem man sich direkt und in Ruhe an Gott wenden kann. Besonders im Bereich des Gebetshauses sollten Politik und Religion nicht vermischt werden. Auch die derzeitige Verfassung in der laizistischen Türkei sieht eine strikte Trennung zwischen Religion und Staat sowie Religionsfreiheit vor. Die AKP-Regierung sollte aufhören, mit dem Feuer zu spielen, und die weltlichen Prinzipien respektieren, auf denen die türkische Republik gegründet worden ist.

Kufi Seydali,

per E-Mail

Mehr Radverkehr
in Wien - eine Utopie

In unserer Stadt bleibt die Umsetzung dieser grundsätzlich guten Idee eine gefährliche Utopie, solange erstens bei der Planung der Radwege konfuse Konzeptlosigkeit herrscht und zweitens die Radfahrer nicht willens sind, sich mit mehr Disziplin und Rücksicht durch den Fußgängerverkehr zu bewegen.

Ich empfehle beiden Gruppen einen mehrwöchigen Lehrgang in Amsterdam oder Münster, wo kein Fußgänger um sein Leben fürchten muss, weil eben ein langsam dahinrollender Verkehrsteilnehmer durch Klingelzeichen auf sich aufmerksam macht. Der ruhig fließende Straßenverkehr in freundlicher, entspannter Atmosphäre fällt dort sofort auf.

Dorothea Nahler,
1130 Wien

Eine ängstliche Kultur
ohne Träume und Gefühl

Wie stolz war die westliche Zivilisation auf ihre geistig-politische Emanzipation. Heute sind wir nicht einmal mehr eine säkulare Gesellschaft, sondern eine nihilistische, deren Vakuum technokratisch und deren Ratlosigkeit aktionistisch sublimiert werden soll. Kein Glaube, keine Gefühle, kein Lachen, keine Träume, Abbau von Freiheit und Demokratie - dafür politische Moden, Feindbilder, Ängste, Apathie. Sind das noch wir? Ist das noch unsere Kultur?

Wie formulieren wir den "contrat social", den Gesellschaftsvertrag, im globalen und digitalen Zeitalter? Mit welcher Frage, welchem Traum sehen wir uns am Morgen in die Augen, um aufzubrechen in den Tag und ihn mit unserer Erzählung auszufüllen? In unseren Hoffnungen und Erwartungen, in dem, was jeder von uns ist und was er sein könnte - darin liegen unsere Seele und unsere Zukunft, in jenem magischen Moment, in dem das Ich seiner Bestimmung begegnet.

Karl Pangerl,

4840 Vöcklabruck

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Dokument erstellt am 2018-04-20 13:09:22


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