• vom 22.06.2018, 12:10 Uhr

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Update: 22.06.2018, 15:34 Uhr

Leserbriefe

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    Abhörbasis des deutschen Bundesnachrichtendienstes bei Bad Aibling in Bayern. - © apa/dpa/Andreas Gebert

    Abhörbasis des deutschen Bundesnachrichtendienstes bei Bad Aibling in Bayern. © apa/dpa/Andreas Gebert

    Deutsche Spionage
    gegen Österreich

    Unter Freunden tut man so etwas nicht. Denkste! Auch unter Freunden ist derlei durchaus üblich. Nicht bloß, weil Freunde von heute morgen schon Feinde sein könnten, sondern ganz prinzipiell. Verwunderlich ist nicht, dass deutsche Nachrichtendienste in Österreich spionieren, verwunderlich wäre, wenn sie es nicht täten. Aber auch umgekehrt. Auf die Frage, ob er ausschließen könne, dass österreichische Stellen auf ähnliche Weise im Nachbarland tätig sind, antwortete Bundespräsident Alexander Van der Bellen sinngemäß wie kryptisch, dass er das nicht annehme, aber auch nicht ausschließen könne.


    Die Debatte um die BND-Affäre reitet auf der Woge der falschen Aufregung. Die Frage "Dürfen die denn das?" ist falsch gestellt. Dürfen tun sie nicht, aber müssen tun sie schon. Logik und Dynamik geheimer Dienste fördern dies. Ihr Problem ist allerdings, dass Verborgenes im Zeitalter des Leakens regelmäßig auffliegt. Das Aufgedeckte ist jedoch immer nur die Spitze eines Eisbergs.

    Indes kann sich kein Staat leisten, so vorgeführt zu werden. Will er nicht als subaltern gelten, muss er reagieren, und zwar laut. Das Machtgefälle wird offenbar. In Österreich ist man daher sauer und verlangt umfassende Aufklärung. Die entschiedene Reaktion des Präsidenten und des Kanzlers fiel deutlich aus. Damit hat es sich aber. Diese Empörung folgt einem diplomatischen Ritual. Die Konsequenzen werden sich in Grenzen halten.

    Franz Schandl,

    per E-Mail

    Zum Gastkommentar von
    Irene Giner-Reichl, 19. Juni

    Die Zivilgesellschaft
    und der Klimawandel

    Ich gratuliere zum aufklärenden und ernüchternden Beitrag von Botschafterin Irene Giner-Reichl über die Energiewende. Die Daten lassen ja befürchten, dass nach dem Kyoto-Protokoll auch das Pariser Abkommen und das 1,5-Grad-Ziel bei weitem nicht erfüllt werden.

    Bleibt die Frage: Wenn Staaten und Industrie die notwendigen Maßnahmen einer echten Wende nicht oder nur höchst unzureichend treffen können oder wollen, wer trägt dann die Verantwortung für dringend nötiges Handeln? Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft?

    Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang, an das "Triple Benefit Principle" - das Prinzip der dreifachen Entlastung - zu erinnern, das ich in den Neunzigerjahren entwickelt habe, als der von mehreren Ökonomen eingebrachte Vorschlag einer CO2-Steuer zur Regelung des Treibhausgasproblems schlicht abgewürgt wurde.

    Dr. Klaus Renoldner, M.Sc.,

    1180 Wien

    Donald Trumps Plan
    einer Weltraum-Armee

    US-Präsident Donald Trumps Ankündigung eines neuen Raumfahrtprogramms klang zunächst wie eine großartige Idee, aber das Detail, dass es ein Zweig des Militärs sein soll, machte es zu einer Farce. Es gibt einen Weltraumvertrag, der Waffen im Weltraum verbietet, und die USA haben ihn unterzeichnet.

    Die Rede des US-Präsidenten John F. Kennedys über den Gang zum Mond war voller positiver Ideen und Vorschläge für die Zukunft, obwohl die Realität darin bestand, die Russen zu schlagen. Das Mondprogramm führte zur Entwicklung vieler verschiedener Dinge. Wissenschafter werden die Möglichkeit begrüßen, mehr Weltraumforschung zu betreiben, auch wenn ihre Arbeit nicht militärischen Zwecken dient, wie es so oft zuvor geschehen ist.

    Dennis Fitzgerald,

    Melbourne, Australien




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-06-22 12:16:37
    Letzte Änderung am 2018-06-22 15:34:34


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