• vom 21.08.2018, 13:25 Uhr

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    Sterbender Baum in der Grinzinger Straße.

    Sterbender Baum in der Grinzinger Straße.© Klaus Wechselberger Sterbender Baum in der Grinzinger Straße.© Klaus Wechselberger

    Zum Artikel von Mathias Ziegler, 11./12. August

    Wien braucht gesunde,
    gut gepflegte Bäume


    Die MA 42 spricht in einem mir vorliegenden Schreiben vom "Ende der Stadtbäume des 20. Jahrhunderts" und forciert den südlichen Zürgelbaum. Leider hat sich aber in den vergangenen Jahren ein extremes Versagen der MA 42 bezüglich der Bewässerung und Baumscheibenpflege zum Schutz möglichst vieler Alleebaumbestände gezeigt.

    Selbst nachgepflanzte, sogenannte resistente Bäume sind aus diesem Grund vertrocknet und abgestorben. Eine befristete Aufnahme von BaumpflegerInnen über die "Aktion 20.000" wurde nach meiner Anfrage vom August 2017(!) nicht in Erwägung gezogen. Funktioniert die "Automatisierung" der Bewässerung? Anscheinend nicht: Leer sind die neuen, grünen Wassersäcke mangels Personal zum Nachfüllen.

    Der Klimawandel wird nun verstärkt als Ausrede für den schlechten Zustand vieler Stadtbäume genutzt. Nun beginnt aber der Klimawandel genau auch hier in Wien. Von den etwa fünf Millionen zugelassenen Kfz in Österreich dürfte auch ein größerer Teil in Wien in täglichem Betrieb sein. Ohne Rücksicht auf Hitzeperioden - die ganz eindeutig ein Zurückfahren des Kfz-Individualverkehrs notwendig machen würden. Die zuständigen Stadträtinnen für Umwelt und Verkehr schweigen dazu.

    Trotzdem könnte gerade aus diesem fehlgeleitenden Handeln das Thema umfassender Baumschutz in Wien und Umgebung verstärkt zur wichtigsten öffentliche Diskussion werden. Was wäre Wien ohne das (noch) viele, aber immer mehr kränkelnde Stadtgrün? Was wäre Wien mit einem vertrockneten Wienerwald, der sich zum Waldbrandrisiko entwickeln könnte?

    Klaus Wechselberger,

    Umweltinitiative Wienerwald

    Zum Gastkommentar von
    Bruno Hosp, 16. August

    Südtirolern gebührt die Doppelstaatsbürgerschaft

    Diesem Kommentar kann ich (so wie auch dem Beitrag von Reinhard Olt in der "Wiener Zeitung" vom 2. August) nur vollinhaltlich zustimmen. Ich hoffe, dass die österreichische Bundesregierung dieses Projekt zum Abschluss bringt, gegebenenfalls auch ohne das Einvernehmen mit Italien. Mehr Selbstbewusstsein ist in dieser Frage durchaus angebracht.

    Thomas Schlechter,

    6122 Fritzens

    Das Staatsbürgerschaftsrecht
    in Österreich ist veraltet

    Österreich täte eine Diskussion über sein veraltetes Staatsbürgerschaftsrecht gut. Unausgesprochen geht man davon aus, dass die Staatsbürgerschaft eine Frage der Identifikation sei. In Wirklichkeit ist die Staatsbürgerschaft das Rechtsverhältnis eines Menschen zu einem Staat. Warum soll jemand nicht zu zwei Staaten ein Rechtsverhältnis haben?

    Österreich sollte zuerst den hier lebenden Ausländern, wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, die Staatsbürgerschaft verleihen, ohne sie zu zwingen, auf ihre angeborene zu verzichten. Das wäre viel wichtiger, als sie allen Südtirolern zu verleihen, von denen die allermeisten gar kein Rechtsverhältnis zum Staat Österreich brauchen.

    Dr. Stefan Malfèr,

    1140 Wien

    Eine neue Methode, um Altmieter loszuwerden?

    Die Entwicklung, ganze Wohnhäuser mehr oder weniger "gewerbsmäßig" über Internetplattformen zu vermieten, wird immer unerträglicher. Die sozialen Probleme, die dadurch entstehen, hat die umliegende Wohnbevölkerung zu tragen. Belästigung durch ständigen Wechsel der Mieter sowie nächtliche Lärmbelästigung durch feiernde Urlauber sind an der Tagesordnung.

    Man könnte annehmen, dass es sich um eine neue Form der Mietervertreibung handelt, um Altmieter loszuwerden. Wenn dann eine Sanierung bevorsteht, ist es ein Leichtes, die Vermietung einfach einzustellen und den Umbau zu Luxuswohnungen durchzuführen. Auch so kann "innere Stadterneuerung" betrieben werden. Wir dürfen uns dann aber nicht wundern, wenn Wohnraum für nachfolgende Generationen unerschwinglich wird. Eine Entwicklung wie in vielen bekannten Touristen-Hotspots wird damit begünstigt. Wollen wir das?

    Ing. Walter Retschek,

    1200 Wien




    Schlagwörter

    Leserbriefe, Wien, Bäume, Wohnen

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    Dokument erstellt am 2018-08-21 13:35:42


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