• vom 06.09.2018, 13:44 Uhr

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    Lehrbücher für Esperanto.

    Lehrbücher für Esperanto.© afp/Janek Skarzynski Lehrbücher für Esperanto.© afp/Janek Skarzynski

    Esperanto ist die beste
    globale Verkehrssprache

    Auf die bei der Globalisierung wichtige Frage, ob wir irgendwann eine Universalsprache sprechen werden, antwortet die Englisch-Professorin Barbara Seidlhofer (in der "Wiener Zeitung" vom 21. August, Anm.): "Dann lernen wir halt alle Chinesisch."


    Ihrer historischen Feststellung, dass sich Englisch durch die wirtschaftliche Macht der USA nach dem Zweiten Weltkrieg als Weltverkehrssprache durchgesetzt hat, kann man nicht widersprechen. Chinesisch hat jedoch rund viermal mehr Sprecher als Erstsprache mit über 1,2 Milliarden und auch Spanisch liegt weltweit vor Englisch. Aber die von ihr vorgeschlagene Verfestigung des Englischen als Verkehrssprache in der EU wäre nicht nur wegen des Brexit völlig falsch, da alle Europäer, die nicht Englisch sprechen, gegenüber den anderen benachteiligt sind.

    In der EU gibt es 24 Amtssprachen und bei den Konferenzen sind mindestens 552 Übersetzungen notwendig, für die die EU mehr als 2500 Dolmetscher braucht. Und Tschechen können sich derzeit mit Italienern ebenso fast nur mit Hilfe von Dolmetschern unterhalten wie Österreicher mit Zyprioten.

    Von den weltweit 6912 Sprachen ist Esperanto eindeutig die am leichtesten zu erlernende, weil sie nur 16 Regeln ohne Ausnahme hat. Die vom polnischen Augenarzt Dr. Ludwig Zamenhof 1887 vorgestellte Internationale Sprache will aber nicht die Sprachen der Welt ersetzen, sondern mit ihrer super einfachen Grammatik die zweite Sprache jedes Menschen sein. Esperanto-Sprecher gibt es bereits in mehr als 140 Ländern und Gratis-Computerkurse (wie https://learn.esperanto.com) haben in zwei Jahren bereits mehr als 1,4 Millionen Interessenten absolviert. Und tagtäglich kommen allein über Online-Kurse rund 2000 neue Sprecher hinzu. Statt Chinesisch können wir also viel leichter Esperanto lernen.

    Dr. Heinz-Paul Kovacic,

    8010 Graz

    Im Musiktheater ist Regie heute wichtiger als Musik

    Die Regisseure heften sich ihre Buhs an die Brust wie die russischen Generäle ihre Orden. Speziell was das Musiktheater betrifft, kalkulieren die Intendanten: Diejenigen, welche wegen der Musik kommen, kommen sowieso. Deshalb konzentrieren sie sich auf jene mit anderen Prioritäten.

    Ich persönlich gehe nicht in die Oper um des intellektuellen Vergnügens willen, sondern sitze oder stehe dort "mit sinnlichem Interesse und geistiger Aufmerksamkeit" (Zitat Thomas Mann). Unbeschreiblich auf die Nerven gehen mir "Regisseure, die nicht eigentlich ein Stück, sondern ihren Kommentar zum Stück inszenieren" (Zitat Friedrich Dürrenmatt), auf Wienerisch gesagt: mir irgendwas "einidruckn" wollen.

    Franz Kumpfmüller,

    1020 Wien

    In der Wiener U-Bahn
    wird das Essen verboten

    Die Zustände in öffentlichen Verkehrsmitteln werden immer unerträglicher, einer der größten Störfaktoren ist der Verzehr streng riechender Speisen. Appelle haben sich als wirkungslos erwiesen, das Einzige, das verstanden wird, sind Verbote und Strafen. Letztlich ist die Annehmlichkeit vieler und nicht der spontane Hunger Einzelner zu schützen.

    Mag. Martin Behrens,

    1230 Wien




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    Dokument erstellt am 2018-09-06 13:54:03


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