• vom 11.09.2018, 15:19 Uhr

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    Wie können Kinder auf die Digitalisierung vorbereitet werden? - © apa/Harald Schneider

    Wie können Kinder auf die Digitalisierung vorbereitet werden? © apa/Harald Schneider

    Schulunterreich in einer
    digitalisierten Gesellschaft

    Digitalisierung verändert die Gesellschaft insgesamt. Mit der Initiative der Bundesregierung eines "Masterplans Digitalisierung" für das Bildungswesen ist freilich eine Reihe von Fragen verbunden, die eine Chance bieten, sich mit dem Thema Gesellschaft und Digitalisierung grundsätzlich auseinanderzusetzen, und die eines strukturierten Dialogs bedürfen.


    Worin liegt in welcher Altersstufe der pädagogische Mehrwert digitaler Elemente der Bildung?

    Schon jetzt wird über Schulverwaltung und elektronische Klassenbücher eine Vielzahl an Schülerdaten weitergeleitet. Dürfen diese Schülerdaten an staatliche und nicht-staatliche Forschungseinrichtungen zur weiteren Analyse weitergeleitet werden? Werden die Schulpartner darüber und über Ergebnisse informiert?

    Was wird mit jenen Daten und Unterrichtsergebnissen passieren, die in Zukunft mithilfe von Unterrichtssoftware be- und erarbeitet werden? Wer hat Einblick in diese Daten? Wer darf diese Daten verwerten? Bei wem liegen die Urheber- und Nutzungsrechte zum Beispiel für die Ergebnisse von Schülerprojekten?

    Werden die Verträge mit den IT-Unternehmen den Eltern verständlich zur Kenntnis gebracht werden? Werden sie eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Anbietern haben?

    Wenn die Lehrkräfte in Hinkunft dazu beitragen (sollen), umfassend Daten für Staat und Unternehmen zu generieren, genügen dafür die bestehenden Dienstverträge?

    Wie wird verhindert, dass Schulen zu billigen Datenlieferanten für (außereuropäische) Datenbanken, Hard- und Softwarekonzerne werden?

    Wer der Beteiligten profitiert wie von einer digitalen Verflechtung zwischen Schule, Politik und Wirtschaft - materiell wie immateriell?

    Schule lebt von Vertrauen auf allen Ebenen. Nur wenn alle Beteiligten von Beginn an aktiv, offen und gleichberechtigt in einen dialogischen Prozess eingebunden sind, werden wir Schule, Gemeinschaft und Demokratie in eine positive Zukunft entwickeln können, in der die Digitalisierung den ihr gebührenden Raum einnimmt - nicht mehr und nicht weniger.

    Karl Pangerl,

    per E-Mail

    Zum Leitartikel von Christian
    Rösner, 11. September

    Integrationsprobleme
    an Wiener Schulen

    In meinem Freundeskreis gibt es einige Lehrerinnen, darunter auch eine mit türkischen Wurzeln, die schon vor Jahren über katastrophale Missstände klagten und beim Stadtschulrat kein Gehör fanden. Der Gipfel des Zynismus war wohl die Aussage der ehemaligen Stadtschulratspräsidentin, dass das Problem bei den Lehrerinnen liege.

    Ingrid Kainzner,

    per E-Mail




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    Dokument erstellt am 2018-09-11 15:30:07


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