• vom 20.04.2007, 17:24 Uhr

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Update: 20.04.2007, 17:27 Uhr

Ein Leben voller bildender Kunst und Musik: Edek Bartz




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Von Mathias Ziegler

  • Der "Wiener der Woche" leitet die "ViennaFair".
  • Kunstmesse soll Impulse für Wiener Szene bringen.
  • Wien. Edek Bartz könnte man im weitesten Sinne als Tausendsassa bezeichnen. Obwohl ihm diese Titulierung gar nicht zusagt: "Ich mache doch mein ganzes Leben lang das Gleiche", sagt der gebürtige Pole, den es über Umwege in seiner Jugend nach Wien verschlagen hat. Das Gleiche - das sind, kurz gefasst, "die bildende Kunst und die Musik - im Idealfall kombiniert". Und ein Leben lang? Nun, das definiert Edek Bartz (Jahrgang 1946) am liebsten so: "Ich bin so alt wie der RocknRoll."

In dieser Zeit hat er mit etlichen Musikgrößen zu tun gehabt: Er holte Leute wie Jimi Hendrix, die Stones, Led Zeppelin oder Patti Smith nach Wien, ging mit Peter Alexander und Wolfgang Ambros auf Tournee und betreute auch Falco. Als Tourmanager lernte Bartz, der laut eigener Aussage im Geschäft ist, seit die ersten Verstärker erfunden wurden, vor allem eines: "Du bist nur ein Teil des Ganzen. Und du musst 110-prozentig wirklich jedem Einzelnen vertrauen können. Vom Koch bis zum Türsteher."


Als Teil des Ganzen sieht er sich auch bei seinem derzeit größten und aufwendigsten Projekt: Von kommendem Donnerstag bis Sonntag ist er als künstlerischer Leiter für die Wiener Kunstmesse "ViennaFair" in der MesseWienNeu verantwortlich. Was ihm dabei besonders am Herzen liegt: "Die Messe soll vor allem junge Leute anziehen, deshalb ist sie besonders familienfreundlich angelegt und es gibt Aktionen für Schulklassen." Den Kids solle ein Grundverständnis für die Kunst vermittelt werden.



Schöne Kunst ist keine Frage des Budgets
Die Älteren wiederum sollen bei der Verkaufsmesse erfahren, dass Kunst keine Frage der Geldbörse ist. "Du kannst dir auch mit einem sehr kleinen Budget etwas sehr Schönes kaufen. Natürlich gibt es dann nach oben hin kein Limit." Wichtig ist Edek Bartz, der sich im Laufe seines Künstlerlebens mit den verschiedensten Musikrichtungen beschäftigt hat, "dass die Leute bei der ViennaFair einen Überblick über die gesamte Bandbreite der Kunst bekommen".

Vielseitigkeit, das ist sicher ein Lebensmotto von Edek Bartz. Egal, ob jiddische Klezma-Musik oder Independent Rock. "Alle Themen, die ich irgendwann einmal aufgegriffen habe, beschäftigen mich dann mein ganzes Leben lang", meint der Globetrotter, der zwar primär neue Galerien in Zentral-, Ost- und Südeuropa entdecken will, den es aber auch öfters bis ans andere Ende der Welt verschlägt. "Wichtig ist, stets neue Richtungen zu finden, in die sich die Kunst entwickelt", erklärt er.

Viele Impulse von auswärts soll auch die "ViennaFair" nach Wien bringen. Einerseits sind die jeweiligen Künstler, deren Werke es zu ergattern gibt, am Donnerstag persönlich bei der Messe. Andererseits spielt sich nicht nur im nahen "Fluc" beim Praterstern einiges ab, "sondern da wird es noch viel mehr geben", ist Bartz überzeugt. "In dieser einen Woche wird in der Wiener Kunstszene so viel passieren wie sonst in einem Jahr."

Worauf er sich besonders freut, sind die Auftritte der US-Rockband "The Melvins" in der Arena (26. April) und der "Chicks on Speed" im Gartenbaukino (29. April). "Ich liebe sie. Vor allem sind beide derzeit auf ihrem künstlerischen Höhepunkt."

Ob der Vielbeschäftigte wirklich die Zeit finden wird, sich die Bands live zu geben, bleibt aber abzuwarten. Schließlich füllt ihn derzeit nicht nur die Kunstmesse voll aus. Er arbeitet auch noch an unzähligen anderen Projekten, "die alle früher oder später soweit sein werden, dass wir sie realisieren können".

Kunstmesse "ViennaFair": 26. bis 29. April, jeweils 12 bis 19 Uhr. MesseWienNeu, 1020 Wien Info: www.viennafair.at



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2007-04-20 17:24:45
Letzte Änderung am 2007-04-20 17:27:00


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