• vom 18.02.2010, 19:00 Uhr

Porträts

Update: 18.02.2010, 19:01 Uhr

Der "Zettelpoet" wurde erstmals verurteilt

Helmut Seethaler




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Von Petra Tempfer

  • An Wiener Laternenmasten und Parkbäumen kleben Zettelchen mit seinen "Pflückgedichten". Auch die Wände von U-Bahn-Stationen werden mitunter zur Projektionsfläche seiner Kunst im öffentlichen Raum. Als seine Gedichte jedoch auf 13 Steinplatten des Museumsquartiers in dicken Lettern zu lesen waren, musste sich der 56-jährige österreichische Schriftsteller und Buchautor Helmut Seethaler erstmals vor Gericht verantworten - wo er am Donnerstag wegen Sachbeschädigung zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt worden ist.

"Schade, dass ich es nicht war", meinte er dazu, meldete volle Berufung an und beschriftete mit einem Filzstift den Fußboden.

Unmittelbar danach bekräftigte der Wiener "Zettelpoet", der ein Philosophiestudium abgebrochen hat, er werde seine Texte weiterhin im öffentlichen Raum anbringen - wie er es seit nunmehr 35 Jahren tut. Sogar im Internet tauchen "Literatur Viren" in Form seiner Gedichte auf. Der dreifache Vater blickt auf 1109 Anzeigen und 19 Verwaltungsstrafen zurück.





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Dokument erstellt am 2010-02-18 19:00:37
Letzte Änderung am 2010-02-18 19:01:00


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