• vom 19.01.2009, 18:43 Uhr

Porträts


Gehörlos, aber nicht sprachlos

Helene Jarmer




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Von Wolfgang Zaunbauer

  • Über Umwege hat es die Wienerin Helene Jarmer nun doch noch geschafft: Wenn Ulrike Lunacek ins Europäische Parlament wechselt, erbt die Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes deren Sitz im heimischen Parlament. Bei den Wahlen 2008 war sie noch knapp gescheitert. Im Hohen Haus wird sie Sozialsprecher Karl Öllinger als Behindertensprecherin nachfolgen.

Österreichs erste gehörlose Abgeordnete. Foto: apa

Österreichs erste gehörlose Abgeordnete. Foto: apa Österreichs erste gehörlose Abgeordnete. Foto: apa

Mit Helene Jarmer wird erstmals eine Gehörlose im Parlament sitzen. Somit müssen künftig alle Sitzungen in Gebärdensprache gedolmetscht werden. Dass dies überhaupt möglich ist, ist Jarmer höchstpersönlich zu verdanken. Die 37-jährige Universitätslektorin für Sonder- und Heilpädagogik, die mit zwei Jahren bei einem Autounfall ihr Gehör verlor, erreichte im Jahr 2005 die verfassungsmäßige Verankerung der österreichischen Gebärdensprache. Um überhaupt so weit zu kommen, musste Jarmer - alles andere als ein Technikfreak - die HTL Ungargasse in Wien besuchen, die einzige Schule, die einer Gehörlosen damals eine Matura ermöglichte.




Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 2009-01-19 18:43:28
Letzte Änderung am 2009-01-19 18:43:00

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