• vom 21.03.2012, 16:34 Uhr

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Update: 21.03.2012, 16:52 Uhr

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Das kleine Ich-bin-ich




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  • Seit 40 Jahren eine Pflichtlektüre im Kinderzimmer

Das "Ich-bin-ich": ein Tier mit Identitätskrise.

Das "Ich-bin-ich": ein Tier mit Identitätskrise.© Susi Weigel Das "Ich-bin-ich": ein Tier mit Identitätskrise.© Susi Weigel

(maz) "Auf der bunten Blumenwiese geht ein buntes Tier spazieren . . ." Jener Kinderbuchklassiker, der so beginnt, gehört seit der ersten Auflage 1972 quasi zur Pflichtlektüre in österreichischen Kinderzimmern. Nicht von ungefähr wurde Mira Lobes "Das kleine Ich-bin-ich" mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Und auch nach 40 Jahren hat die Geschichte von dem "bunten Tier", das vom Frosch in eine Identitätskrise gestürzt wird, weil es zu keiner bekannten Art gehört, nichts von ihrer Aktualität verloren. Wer bin ich? Wo gehöre ich dazu? Warum werde ich ausgegrenzt? Fragen, mit denen auch heute noch viele Menschen konfrontiert sind.

Die Vermutung liegt nahe, dass die 1936 aus Berlin nach Palästina ausgewanderte jüdische Autorin Mira Lobe (1913 als Hilde Mirjam Rosenthal in der Oberlausitz geboren, 1995 in Wien gestorben) in dem Buch auch ihre NS-Erinnerungen aufgearbeitet hat.


Gleichzeitig offenbart sie die Lösung. Denn am Ende stellt das "Ich-bin-ich" fest: Es ist wertvoll, so, wie es ist. Egal, was es ist.




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Dokument erstellt am 2012-03-21 16:41:04
Letzte Änderung am 2012-03-21 16:52:23


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