Sydney. Die Welt begrüßt das Jahr 2018. Rund um den Globus wurde mit Feuerwerken gefeiert. Zehn Stunden vor den Menschen in Mitteleuropa haben am Montag die Bewohner der australischen Ostküste den Jahreswechsel gefeiert - und sie taten dies wie immer mit einem gewaltigen Feuerwerk über dem Hafen von Sydney. Der zwölfminütige Feuerzauber ließ den Himmel über den geschätzt 1,5 Millionen Zuschauern erstrahlen.

In Seoul wiederum begann das neue Jahr mit einer traditionellen Glockenschlag-Zeremonie. Die Bronzeglocke im Bosin-Pavillon im Zentrum der Millionenmetropole ertönte ab Mitternacht genau 33 Mal. Die Zahl symbolisiert in Korea Glück.

"Jahr des Wildschweins" 

Und in Japan begann mit dem "Jahr des Wildschweins" eine neue Ära. Denn Japans Kaiser Akihito (85) wird am 30. April abdanken und damit als erster Monarch seit rund 200 Jahren noch zu Lebzeiten seinem Nachfolger weichen.

Um Punkt Mitternacht ertönten im ganzen Land in den buddhistischen Tempeln 108 Mal die Glocken. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des abgelaufenen Jahres vertreiben. Kilometerweit war der Klang der Tempelglocken zu hören. Beim letzten Glockenschlag endete für Japan das alte Jahr. Millionen von Menschen machen sich in dieser Nacht, spätestens aber an einem der folgenden Festtage auf zum Hatsumode - zum ersten Schrein- oder Tempelbesuch im neuen Jahr, um Glück und Segen zu erbitten.

2019 endet die Regentschaft des Kaisers, die den Namen Heisei ("Frieden schaffen") trägt. Am 1. Mai wird sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito (58), den Chrysanthemen-Thron besteigen und so eine neue Ära für das Land einläuten. Offiziell gilt in Japan der Gregorianische Kalender - daneben aber ein weiterer, amtlich verwendeter Kalender, der sich an die jeweilige Ära der Kaiser hält. Akihitos Abdankung erfolgt demnach im Jahr "Heisei 31".