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  • vom 06.02.2019, 08:33 Uhr

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Update: 06.02.2019, 09:33 Uhr

Lage der Nation

Trumps Rede "State of the Union"


Mit einer Woche Verspätung hielt US-Präsident Donald Trump seine Rede zur Lage der Nation im Kongress. - © APAweb / AFP, Doug Mills, Pool  Unter den Gästen des US-Präsidenten sind die Krebs-Überlebende Grace Eline und sein Namensvetter Joshua Trump, der wegen seines Nachnamens in der Schule gemobbt wird. - © APAweb / AFP, Alex Wong, Getty Images  Ein weiterer Gast von Donald Trump ist der Holocaust-Überlebende Judah Samet, der an dem Tag Geburtstag hat. - © APAweb / AFP, Chip Somodevilla, Getty Images  Als die Abgeordneten spontan "Happy Birthda" anstimmen für Judah Samet, versucht sich Trump als Dirigent. "Für mich würden sie das nicht tun, Judah", sagt er dann. - © APAweb / Reuters, Jim Young  Die Top-Demokratin Nancy Pelosi und viele weitere Frauen haben sich zur Rede von US-Präsident Donald Trump weiß gekleidet. Das gilt als Symbol, das an die Suffragetten-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA erinnert. Damals protestierten Frauen in weißer Kleidung für ein flächendeckendes Frauenwahlrecht. Als Trump betont, dass Frauen 58 Prozent der neu geschaffenen Jobs im vergangenen Jahr besetzt hätten. Die demokratischen weiblichen Abgeordneten - 89, im Gegensatz zu den 13 republikanischen Frauen - jubelten. - © APAweb / Reuters, Jonathan Ernst  Trump reicht der ersten Madame Speaker im Abgeordnetenhaus die Hand, gratuliert ihr aber nicht zu ihrer Funktion. - © APAweb / Reuters, Jonathan Ernst  Im Anschluss hält Stacey Abrams, die ehemalige demokratische Kandidatin für den Gouverneursposten in Georgia, die Gegen-Rede. - © APAweb / Reuters, Reuters TV 



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Von WZ Online, APA, dpa

  • US-Präsident Donald Trump brachte seine viel beachtete Rede ohne Eklat über die Bühne.

US-Präsident Donald Trump spricht 82 Minuten. Es ist eine ungewöhnlich lange Ansprache zur Lage der Nation, was nicht nur am gut zwanzigseitigen Manuskript liegt, sondern auch an dem immer wieder aufbrandenden Applaus, der von "USA, USA, USA"-Sprechchören gespickt wird. "Das klingt so gut", sagt Trump zu dem lautstark vorgetragenen Patriotismus. Hilfreich ist an diesem Abend, dass Trump vor beiden Kammern des Kongresses nicht wie üblich frei spricht, sondern vom Teleprompter abliest.

Zwischenzeitlich ist Trump dann aber doch wieder der alte, der nicht so präsidiale Präsident: Kritik an den Untersuchungen zur Russland-Affäre - bei denen es um mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russlands im Wahlkampf 2016 geht - kann er sich nicht verkneifen. "In den Vereinigten Staaten findet ein Wirtschaftswunder statt - und das Einzige, was es aufhalten kann, sind dumme Kriege, Politik oder lächerliche, parteiliche Ermittlungen", sagt Trump. "Wenn es Frieden und Gesetze geben soll, kann es keinen Krieg und keine Ermittlungen geben."

Wie die Ermittlungen, die ihn zur Weißglut bringen, mit Krieg zusammenhängen, bleibt Trumps Geheimnis. Sich selber feiert Trump im außenpolitischen Teil seiner Rede - der wenig Überraschendes bietet - dafür als Friedensstifter. "Wäre ich nicht zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden, wären wir jetzt meiner Meinung nach in einem großen Krieg mit Nordkorea", sagt er. Machthaber Kim Jong-un will Trump in drei Wochen in Vietnam zu einem erneuten Gipfel treffen, Trump spricht von einem "historischen Vorstoß für Frieden".

Dass seine eigenen Geheimdienste Trumps Einschätzung nicht nur zu Nordkorea, sondern auch zu seinem Erzfeind Iran infrage stellen - geschenkt. "Wenn meine Geheimdienstleute sagen, dass der Iran in Wirklichkeit ein wunderbarer Kindergarten ist, dann stimme ich mit ihnen zu 100 Prozent nicht überein", sagte Trump erst am Wochenende dem Sender CBS. Ohnehin verlässt er sich gerne aufs Bauchgefühl. Der "Washington Post" sagte er im November: "Mein Bauch sagt mir manchmal mehr, als das Gehirn von jedem anderen mir jemals sagen kann."





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