Wien. Der "Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen" ging am Donnerstag mit der Befragung des Investors Martin Schlaff zur Telekom-Affäre zu Ende. Schlaff war der 132. Zeuge, der im Ausschuss befragt wurde.

Am intensivsten beschäftigt haben sich die Abgeordneten mit der Telekom-Affäre. Mit insgesamt 53 Sitzungstagen war es der bisher wohl arbeitsintensivste U-Ausschuss. Rekordverdächtig ist auch der Umfang der ans Parlament übermittelten Unterlagen: Wären die fast 1,6 Mio. Aktenseiten für die fünf Fraktionen und die Parlamentsdirektion ausgedruckt worden, hätte das einen Papierstapel mit fast einem Kilometer Höhe und 47 Tonnen Gewicht ergeben.

Insgesamt befragte der Ausschuss 132 Zeugen, viele davon mehrfach, weshalb man auf eine Gesamtsumme von 163 Zeugenbefragungen kommt. Ohne die Sitzung am Donnerstag zählte die Parlamentsdirektion bisher 325 Sitzungsstunden. Die (bis auf eine Ausnahme) öffentlich abgehaltenen Zeugenbefragungen bieten reichlich Lesestoff: 5.083 Protokollseiten hat die Parlamentsdirektion (noch ohne die Schlaff-Befragung) bisher im Internet veröffentlicht.