Wien. Die Wahl war nicht einfach. Mehr als 5000 Kandidatinnen und Kandidaten aus 125 Nationen haben sich heuer mit über 80.0000 Fotografien beworben. 45 von ihnen wurden schließlich ausgezeichnet. Es sind Momentaufnahmen des Weltgeschehens: Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen, eine junge schwarze Frau, die sich uniformierten Polizisten in den Weg stellt oder Usain Bolt, der schnellste Mensch der Welt, der beim Sprint seinen Verfolgern nachgrinst.

Besonders kontrovers war die Wahl zum World Press Photo des Jahres. Es zeigt die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei im Dezember 2016. "Es war eine äußerst schwierige Entscheidung, aber schließlich war die Mehrheit der Auswahlkommission von der Explosivität des Bildes überzeugt", sagt Jury-Mitglied Mary F. Calvert.

Die Ausstellung dauert von 15. September bis 22. Oktober in der Galerie Westlicht, Westbahnstraße 40, 1070 Wien. Öffnungszeiten: täglich 11 bis 19 Uhr, Donnerstags 11 bis 21 Uhr.