Arua. In Uganda – einem Land dreimal so groß wie Österreich – leben fast 1,5 Millionen Flüchtlinge. Das sind mehr als in jedem anderen afrikanischen Land. Das Flüchtlingslager Imvepi im Norden Ugandas ist eines von 30 Siedlungen in dem Land, in dem tausende Flüchtlinge leben.

Spielende Kinder vor Lehmhütten mit Strohdach, Frauen, die kochen und Säuglinge stillen: Das Flüchtlingslager sieht nicht viel anders aus als jedes ugandische Dorf. Doch hier leben 128.000 registrierte Flüchtlinge – inoffiziell sind es bereits 135.000 – auf 56 Quadratkilometern.

Die meisten von ihnen kommen aus dem Südsudan, der sich 2011 vom Sudan abgespalten hat. Seit 2013 herrscht in dem Land, das als "gescheiterter Staat" gilt, Bürgerkrieg. Mehr als zwei Millionen Menschen sind seither geflüchtet. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt heute in Uganda, die Mehrzahl sind Frauen und Kinder. Oft blieben die Männer im Südsudan, sie schützen die Häuser und kämpfen, freiwillig oder unter Zwang, auf der Seite von Präsident Salva Kiir oder des Rebellenführers Riek Machar. Die UN warnen vor der Gefahr eines Völkermordes.

In Imvepi verliert man sofort den Überblick, wo das Lager beginnt und wo es aufhört. Ein Lokalaugenschein* in einer der größten Flüchtlingssiedlungen in dem ostafrikanischen Land.

*Die Reise nach Uganda wurde von Care Austria teilfinanziert.