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  • vom 21.07.2018, 09:00 Uhr

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Update: 23.07.2018, 12:49 Uhr

Vulva

Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts


An romanischen Kirchen des 12. Jahrhunderts entdeckt man mitunter nackte Frauen, die ihre Geschlechtsteil zeigen. im Bild: Vulvaweisende Nonne, Poitiers, Frankreich, Kragstein der Abteikirche von Sainte-Radegonde. - © aus: Monika Gsell: Die Bedeutung der Baubo  "Aktionshose: Genitalpanik". Foto, S/W, 1969. Künstlerin: Valie Export.<i><br /></i> - © Valie Export / Bildrecht, Wien, 2018 / Sammlung Verbund, Wien  Mimosa Pale: mobile female monument, 2007, Helsinki. - © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin  Sheela-na-gig, Kilpeck, England, Kragstein der Church of St. Mary and St. David. - © aus: Monika Gsell: Die Bedeutung der Baubo  Anke Feuchtenberger: Mutterkuchen, Titelbild des gleichnamigen Buches, Berlin 1995. - © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin  "Sacred Icons". 3 S/W-Fotografien, 1971. Künstlerin: Suzanne Santoro. - © Susanne Santoro / Sammlung Verbund, Wien  "Le charme indiscret de la bourgeoisie". Gips, Nylon, Metalldraht, Ölfarbe, Bleistift und Plexiglas, 1972. Künstlerin: Renate Bertlmann. - © Renate Bertlmann / Bildrecht, Wien, 2018 / Sammlung Verbund, Wien  "ICU, Eye Sea You, I See You". S/W-Fotografie und Collage, 1973. Künstlerin: Penny Slinger. - © Penny Slinger / Courtesy of Gallery Broadway 1602, New York / Sammlung Verbund, Wien  "Nobody Messes With Her: Red Blood". Ölfarbe, China Marker und schwarze Tusche auf S/W-Silbergelatineabzug, 1973. Künstlerin: Mary Beth Edelson. - © Mary Beth Edelson / Courtesy of Balice Hertling, LLC, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien  "VAGINAFLIEGER oder Zusammenhänge eines Zeichens". Siebdruck, 1976. Künstlerin: Linda Christanell. - © Linda Christanell / Bildrecht, Wien, 2018 / Sammlung Verbund, Wien  "No 7 Amazon Plate Line Drawing", from: The Dinner Party - Test plates, Studies & Ancillaries. Tinte auf Papier, 1978. Künstlerin: Judy Chicago. - © Judy Chicago / Salon 94, New York / Sammlung Verbund, Wien  "Urvagina". Bleistift auf Aquafix, 1978. Künstlerin: Renate Bertlmann. - © Renate Bertlmann / Bildrecht, Wien, 2018 / Sammlung Verbund, Wien  "Körperschmuck Abwehrreaktion II." Objekt: Edelstahl, Messing, Baumwollstoff, Holz, 1981/1982. Künstlerin: Brigitte Lang. - © Brigitte Lang / Bildrecht, Wien, 2018 / Sammlung Verbund, Wien 



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Von WZ Online, fib

  • Kulturgeschichtlich ist die Vulva seit langem ein beliebtes Motiv.

"Die Vulva wird als Loch, Leerstelle oder Nichts beschrieben. Im besten Fall fungiert sie als ungenügender Penis", schreibt Mithu M. Sanyal in ihrem Buch "Vulva - Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts".

Dabei war das weibliche Geschlecht nicht immer negativ besetzt. In der Mythologie hatte die Zurschaustellung des nackten weiblichen Genitals das Potenzial, die Menschheit zu retten: Es herrschte der Glaube, dass Frauen, die ihre Röcke heben, Tote erwecken und sogar den Teufel besiegen konnten.

Information

Mithu M. Sanyal: Vulva - Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts. Verlag Klaus Wegenbach Berlin, 2009. Die Kulturwissenschafterin und Journalistin Mithu M. Sanyal promovierte über die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals, und aus ihrer Doktorarbeit entstand 2009 das Buch, das inzwischen als Pionierarbeit zu diesem Thema gilt.

So weit würde heute wohl niemand mehr gehen, doch angesichts des Trends der Intimchirurgie und Haarentfernung fragt man sich, wozu das alles, wenn die Vulva doch meist unter Verschuss gehalten wird? In der Kunst ist das anders. Kunst- und kulturgeschichtlich ist die Vulva seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv, wie diese Bilderstrecke zeigt.





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