"Die Vulva wird als Loch, Leerstelle oder Nichts beschrieben. Im besten Fall fungiert sie als ungenügender Penis", schreibt Mithu M. Sanyal in ihrem Buch "Vulva - Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts".

Dabei war das weibliche Geschlecht nicht immer negativ besetzt. In der Mythologie hatte die Zurschaustellung des nackten weiblichen Genitals das Potenzial, die Menschheit zu retten: Es herrschte der Glaube, dass Frauen, die ihre Röcke heben, Tote erwecken und sogar den Teufel besiegen konnten.

So weit würde heute wohl niemand mehr gehen, doch angesichts des Trends der Intimchirurgie und Haarentfernung fragt man sich, wozu das alles, wenn die Vulva doch meist unter Verschuss gehalten wird? In der Kunst ist das anders. Kunst- und kulturgeschichtlich ist die Vulva seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv, wie diese Bilderstrecke zeigt.