Sie sind der Blickfang der Ski-WM in St. Moritz – die rot-weiß-roten Retro-Ski-Anzüge der ÖSV-Athleten. Und seit im Oberengadin die Sonne vom Himmel lacht, kommen die den Renndressen der frühen 1980er Jahre nachempfundenen Anzüge in den österreichischen Nationalfarben noch mehr zur Geltung. Jüngst bei der Präsentation hieß es, dass ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bei diesem Coup seine Hände im Spiel hatte und für das Design mitverantwortlich zeichnete. Das ist freilich nur die halbe Wahrheit – denn die Idee, die alten Anzüge von Harti Weirather und Co. wieder auszugraben, entstammt der Redaktion der "Wiener Zeitung".

Und das kam so: Im Vorfeld der Heim-WM 2013 in Schladming konfrontierte der Autor dieser Zeilen den ÖSV mit dem Vorschlag, für dieses Highlight doch auf das Design der WM-Anzüge von Schladming 1982 zurückzugreifen – der Retro-Effekt würde sicher für Aufsehen sorgen und die Rückkehr zu Rot-Weiß-Rot enorm identitätsstiftend wirken.

Daraufhin meldete sich der Präsident höchstpersönlich und dankte für die "sehr gute Idee, die wir gerne mit unserem Ausrüster besprechen werden". Für die Heim-Titelkämpfe ging sich der Design-Tausch dann jedoch nicht mehr aus, für die WM beim alpinen Erzrivalen war dann aber der ideale Zeitpunkt gekommen. Zumal sich der oberste Skifahrer der Nation am unruhigen Muster längst sattgesehen hatte: "Mir ist irgendwann am Geist gegangen, dass wir so kariert umeinander fahren. Da kriegst ja einen Vogel vor lauter Karos", sagte Schröcksnadel. Es gab freilich schon schlimmere Anzüge, wie ein Blick zurück beweist.