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  • vom 14.02.2017, 15:56 Uhr

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Update: 15.02.2017, 07:38 Uhr

Rennanzüge

Kleider machen Sieger


<span style="font-weight: bold;">Weirathers Linien:</span> Weirathers rot-weiße Linien bei seinem Abfahrts-Titel auf der Planai brannten sich ins Gedächtnis einer ganzen Generation. Der Anzug war zudem der erste mit echtem Design – schon zwei Jahre zuvor bei Olympia in Lake Placid beendete der ÖSV mit einem ähnlichen Linien-Anzug die jahrzehntelange Farbeintönigkeit (Franz Klammer siegte 1976 in Innsbruck ganz in Gelb). Weirathers Dress war sogar noch eine Spur dynamischer, weil die rot-weiß-roten Streifen wie ein Pfeil nach unten wiesen; dafür verfügt jener von St. Moritz über einen genialen Verdopplungseffekt: In der Abfahrtshocke entsteht gleich mehrmals die Nationalflagge Österreichs – an den Oberschenkeln, den Handgelenken und Fußfesseln.SKI ALPIN  SAISON 81/82 WM 1982 Schladming.Abfahrt Herren 06.02.1982.Harti WEIRATHER (AUT). - © Foto: WEREK Pressebildagentur  <span style="font-weight: bold;">Nierlichs Schlafanzug: </span>Die zweite Neon-Welle wurde erst kürzlich erfolgreich von den Pisten verbannt, die erste Anfang der 90er Jahre war bekanntlich schlimm genug. Der damaligen Grell-Mode verschloss sich auch der ÖSV bei der Heim-WM 1991 in Saalbach nicht – mit leucht-orangem Anzug samt allerlei buntem Ornamente-Schnickschnack. Wirkte ein bisschen wie ein Pyjama, erst recht bei Rudi Nierlich, der damals mit Pudelhaube zu Riesentorlauf-Gold fuhr (Bild 1). Falls 2023 die WM wieder nach Saalbach kommt, möge man die alten Dressen vorher gut wegsperren, bevor sie jemand gar zu Kult erklärt.Alpine Ski-WM in Saalbach Hinterglemm, Riesenslalom der Herren: Rudi Nierlich (Österreich) - © Foto: imago/Pressefoto Baumann 



  • Sehenswert (1)




Von Christian Mayr

  • Von grellbunt bis himmelblau – die ÖSV-Anzüge im Wandel der Zeit. Und wie die "Wiener Zeitung" den neuen Retro-Look initiierte.

Sie sind der Blickfang der Ski-WM in St. Moritz – die rot-weiß-roten Retro-Ski-Anzüge der ÖSV-Athleten. Und seit im Oberengadin die Sonne vom Himmel lacht, kommen die den Renndressen der frühen 1980er Jahre nachempfundenen Anzüge in den österreichischen Nationalfarben noch mehr zur Geltung. Jüngst bei der Präsentation hieß es, dass ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bei diesem Coup seine Hände im Spiel hatte und für das Design mitverantwortlich zeichnete. Das ist freilich nur die halbe Wahrheit – denn die Idee, die alten Anzüge von Harti Weirather und Co. wieder auszugraben, entstammt der Redaktion der "Wiener Zeitung".

Und das kam so: Im Vorfeld der Heim-WM 2013 in Schladming konfrontierte der Autor dieser Zeilen den ÖSV mit dem Vorschlag, für dieses Highlight doch auf das Design der WM-Anzüge von Schladming 1982 zurückzugreifen – der Retro-Effekt würde sicher für Aufsehen sorgen und die Rückkehr zu Rot-Weiß-Rot enorm identitätsstiftend wirken.

Daraufhin meldete sich der Präsident höchstpersönlich und dankte für die "sehr gute Idee, die wir gerne mit unserem Ausrüster besprechen werden". Für die Heim-Titelkämpfe ging sich der Design-Tausch dann jedoch nicht mehr aus, für die WM beim alpinen Erzrivalen war dann aber der ideale Zeitpunkt gekommen. Zumal sich der oberste Skifahrer der Nation am unruhigen Muster längst sattgesehen hatte: "Mir ist irgendwann am Geist gegangen, dass wir so kariert umeinander fahren. Da kriegst ja einen Vogel vor lauter Karos", sagte Schröcksnadel. Es gab freilich schon schlimmere Anzüge, wie ein Blick zurück beweist.





Schlagwörter

Rennanzüge, Ski alpin

Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-02-14 15:56:27
Letzte Änderung am 2017-02-15 07:38:53

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