• 17. Februar 2019

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



  • vom 20.12.2018, 21:53 Uhr

Fotostrecken

Update: 20.12.2018, 22:30 Uhr

Ruhrkohle - Rückblick auf eine Ära


<div>Helden von gestern: Essener Bergleute im Stollen im Jänner 1961.</div> - © Egon Steine / Deutsches Bundesarchiv - CC 3.0  <div>Wettertafeln informierten über die Wetter - die Gaskonzentrationen - unter Tage. Die abgebildete Tafel teilt mit, dass der Methanwert unter 1% liegt.</div><div><br /></div><br /><div><br /></div> - © Markus Schweiss - CC 3.0  Auf der Plattform Glückauf Zukunft! konnte man sich von den Kumpels verabschieden  Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Abbaus von Steinkohle im Ruhrgebiet stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts. - © Georgius Agricola  Der Abbau der Kohle erfolgte zunächst in <span style="font-style: italic;">Pingen</span>, einfachen Gruben nahe der Oberfläche. Die Bergleute waren dabei stets von rutschenden Hängen bedroht. Die Spuren sind, wie hier im Dortmunder Hixtenwald, bis heute sichtbar. - © Helfmann - CC 3.0  Georgius Agricola (1494-1555) hat in seinen Büchern den Bergbau systematisch dargestellt. - © Georgius Agricola  Entwässerungsanlage und Schmelzofen bei Agricola.  <div>Schienenwalzwerk des Bochumer Vereins Ende der 1860er</div> - © unbekannt  <div>James Nasmyths Darstellung des von ihm 1839 konstruierten dampfbetriebenen Zwei-Ständer-Hammer.</div><br /><div><br /></div> - © James Nasmyth  <div>Ein Dampfhammer in Bochum gegen Ende der 1860er.</div> - © unbekannt  <div>Rund um die Werke wurden Arbeitersiedlungen errichtet, beispielsweise Stahlhausen in Bochum (1868-1874).</div> - © Presse- und Informationsamt Bochum  <div>Aus der Präsentation der Bergbau- und Gußstahlfabrikation bei der Weltausstellung in Wien 1873.</div><br /><div><br /></div> - © unbekannt  <div>Die Zeche Nachtigall in Witten ist bereits im 17. Jahrhundert nachweisbar. Sie bestand bis 1892.</div> - © LWL-Industriemuseum / Sebastian Cintio  <div>Die Ziegelei und der Schornstein der Zeche Nachtigall</div> - © Patrick Tenhaken - CC 3.0  <span style="font-style: italic;">Prosper Haniel</span> in den 1870ern.  <div>Beschäftigte der Zeche Nordstern im Jahr 1897. Der Bedarf an Bergleuten wird mit Zuwanderern aus Ostpreußen und Polen gedeckt.</div><div><br /></div> - © ISG Gelsenkirchen  <div>1889 fand der erste Massenstreik im Ruhrbergbau statt. Es ging um die Achtstundenschicht und eine Lohnerhöhung.</div><br /><div><br /></div> - © Gemälde von Mihály von Munkácsy, 1895  Im Jänner 1905 brach auf der Zeche Bruchstraße im Bochumer Stadtteil Langendreer ein spontaner Streik aus, der sich gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und Zechenstillegungen richtete.  Bald darauf traten 200.000 Bergarbeiter für die Achtstundenschicht, höhere Löhne, Sicherheit in den Gruben und freie politischer Betätigung in den Ausstand. - © Deutsches Historisches Museum, Berlin  Zeche Prosper: Schacht 3 Anfang des 20. Jahrhunderts.  Die Fördermaschine der Zeche Prosper aus dem Jahr 1887.  Zeche Prosper: Schacht 4 Anfang des 20. Jahrhunderts.  Das Montanunternehmen <span style="font-style: italic;">Bochumer Verein</span> um 1900. - © Postkarte des Verlags P. Caspar Bochum  Hochöfen des <span style="font-style: italic;">Bochumer Vereins</span> um 1900. - © Gustav Koepper: In Plutos Reich – Wanderungen durch Schacht und Hütte im Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk, Alfred Schall, Berlin 1899,  Stolze Arbeiter des Steinkohlenbergwerks Zweckel in Gladbeck. - © Deutsches Historisches Museum, Berlin  <div>Im März 1912 fand der dritte große Streik der Bergleute im Ruhrgebiet statt. Da such die christliche Gewerkschaft nicht beteiligte, wurde er innerhalb von zehn Tagen niedergeschlagen. Kaiser Wilhelm II empfahl seinem Innenminister: "Scharfschießen!"</div>  <div>Die selbstbewusste Architektur der Zeche Zollern in Dortmund dokumentiert den Status, den die Kohleförderung in Deutschland einnahm.</div> - © LWL-Industriemuseum  <div>Der 1902/1903 errichtete Stahlfachwerkbau wird durch ein verglastes Jugendstil-Portal betreten.</div> - © LWL-Industriemuseum  <div>Die Maschinenhalle der Zeche Zollern.</div> - © LWL-Industriemuseum  <div>Umformer in der Zeche Zollern.</div><br /><div><br /></div> - © <a href="mailto:1971markus@wikipedia.de">1971markus@wikipedia.de</a> - CC 4.0  <div>Die Schaltwand in der Zeche Zollern wurde als Altar gestaltet.</div><br /><div><br /></div> - © <a href="mailto:1971markus@wikipedia.de">1971markus@wikipedia.de</a> - CC 4.0  <div>Russische Zwangsarbeiter, die in Bottrop als Kunpel eingesetzt wurden,1915.</div> - © Stadtarchiv Bottrop  Die Ruhrindustrie spielte in der Kriegsplanung des Nationalsozialismus eine zentrale Rolle. 1935 besuchte Hermann Göring den Bochumer Verein, um die Umstellung auf die Kriegsindustrie voranzutreiben. - © unbekannt  In der Propaganda diente die Ruhrindustrie als Ausdruck der Stärke Deutschlands. Das Foto aus dem Jahr 1872 oder 1873 zeigt ein 21-cm-Schiffsgeschütz des Bochumer Vereins und wurde 1937 in Walter Bacmeisters Nationalverlag publiziert. - © unbekannt  <div>Ab 1940 wurden Hunderttausende Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter im Bergbau und in der Stahlproduktion eingesetzt. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurden Bergleute aus dem Donezbecken verschleppt. </div> - © LWL-Industriemuseum  <div>Die Zeche Graf Beust von Hermann Kätelhön (1884-1940), der den Bergbau in zahlreichen Werken thematisiert hat.</div><br /><div><br /></div> - © Folkwang Museum / Nachlass  Hermann Kätelhön  <div>Hermann Kätelhön, Radierung. Der Grafiker ließ sich für die nationalsozialistische Propaganda einspannen.</div><br /><div><br /></div> - © Folkwang Museum / Nachlass  Hermann Kätelhön  <div>Barackenlager für russische Kriegsgefangene der Zeche Emscher-Lippe in Datteln, um 1942. </div> - © Stadtarchiv Datteln  Während sich ihre Aktien gut entwickelten, schrieb die Harpener Bergbau A.G. 1942 in ihrer Werkszeitschrift: "Im Umgang mit den Ausländern kann auch mal ein rauerer Ton angeschlagen werden. Man wird dann häufig trotz der verschiedenen Sprache besser verstanden."   <div>Zur Zwangsarbeit verschleppte Menschen aus der Sowjetunion bei ihrer Ankunft im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Meinerzhagen (1944).</div> - © Stadtarchiv Meinerzhagen  <div>Im Annener Gußstahlwerk wurden 1944/45 Häftlinge des Konzentrationslager Buchenwald zur Zwangsarbeit eingesetzt.</div><br /><div><br /></div> - © Reclus - CC 1.0  Fußball wurdet zu einem wesentlichen Bestandteil der Identität des Ruhrpotts. Hier präsentiert sich der.Wittener FC 92 in den 1890er-Jahren. - © Public Domain  Der SV Sodingen spielt auf diesem Bild aus den 1950ern im Schatten der Zeche<span style="font-style: italic;"> Mont Cenis.</span> - © Stadtgemeinde Herne  1961  trat Willy Brandt das Amt als deutscher Bundeskanzler an. Im Wahlkampf hatte er erklärt: "Erschreckende Untersuchungsergebnisse zeigen, dass im Zusammenhang mit der Verschmutzung von Luft und Wasser eine Zunahme von Leukämie, Krebs, Rachitis und Blutbildveränderungen sogar schon bei Kindern festzustellen ist. Es ist bestürzend, dass diese Gemeinschaftsaufgabe, bei der es um die Gesundheit von Millionen Menschen geht, bisher fast völlig vernachlässigt wurde. Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden!" - © Ludwig Wegmann / Deutsches Bundesarchiv - CC 3.0  1973 führten Wolfgang Menge (Drehbuch) und Wolfgang Petersen (Regie) in dem Fernsehfilm "Smog" dem Publikum die Auswirkungen der Luftverschmutzung vor Augen. Industrie und CDU protestierten. 1985 wurde im Ruhrgebiet die höchste Alarmstufe ausgerufen. - © ZDF  <div>1994 wurde der Gasometer der Henrichshütte Hattingen gesprengt.</div> - © Stahlkocher - CC 3.0  <div>Die Henrichshütte in Hattingen war von 1854 bis 2003 in Betrieb.</div> - © Fotosammlung Wilhelm Walther - CC 4.0  <div>Heute ist die Henrichshütte Bestandteil des LWL-Industriemuseums.</div> - © LWL-Industriemuseum / Sebastian Cintio  <div>Der Hochofen der Henrichshütte Hattingen.</div> - © LWL-Industriemuseum / Annette Hudemann  <div>Eine Nachtaufnahme der Henrichshütte</div> - © LWL-Industriemuseum / Hohmann-Szczepanski  Die Bochumer Hochöfen anno 1962. - © Manfred Kopka - CC 4.0  <div>Die Zeche Ewald in Herten war als  Steinkohlen-Bergwerk von 1877 bis 2001 in Betrieb. Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Malakow-Turm in der Mitte beinhaltete die Förderanlagen.</div> - © HansPeter - CC 3.0  <span style="font-style: italic;">Wir bedienen hier Maschinen und Werkzeuge, aber vielleicht sind wir selbst schon Werkzeuge und Maschinen geworden."</span><br />Der deutscher Schriftsteller Max von der Grün, der selbst als Bergmann arbeitete. - © HansPeter - CC 3.0  <div>Mit Werken wie <span style="font-style: italic;">Helga Griffiths: Memory of an Evanescent Landscape</span> begleiten die Ruhrmuseen die Schließung der letzten Zeche.</div> - © Volkmar Hoppe, Darmstadt / Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr  <div>Die Zukunft der Vergangenheit: Die Schachtanlage Nordstern in Gelsenkirchen wurde zum Bürokomplex umgebaut.</div> - © Rainer Sielker - PD 



  • Sehenswert (4)




Von Gerald Jatzek




Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-12-03 15:54:26
Letzte Änderung am 2018-12-20 22:30:24

Weitere Fotostrecken




Werbung




Werbung