Der akustische Spaziergang führt diesmal zur Karlskirche. Fritzi erzählt, was das Bauwerk, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, mit dem Ende der Pest-Epidemie zu tun hat. Namenspatron ist nämlich Karl Borromäus, der zu den Pestheiligen zählt. Ihm ist die Kirche auch geweiht. Außerdem sprechen Edith und Fritzi darüber, wie sich die Pest ausbreitete. Sie trat bekanntlich in verschiedenen Formen auf, unter anderem als Beulenpest oder als Lungenpest.

Diese Darstellung an der Karlskirche zeigt die Errettung Wiens vor der Pest durch die Fürsprache des heiligen Karl Borromäus.  
 - © Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26581813
Diese Darstellung an der Karlskirche zeigt die Errettung Wiens vor der Pest durch die Fürsprache des heiligen Karl Borromäus. 

- © Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26581813

In Europa wütete die Große Pest in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wie wurden die Pest überhaupt übertragen? Die gängige Lehrmeinung geht davon aus, dass die Pest durch Rattenflöhe übertragen wurde. Denn die Flöhe sprangen nicht nur von Ratte zu Ratte, sondern auch auf den Menschen über. Mittlerweile weiß man auch, dass an der Beulenpest auch die unhygienischen Zustände schuld waren: Es gab auch Wandläuse und Menschenflöhe, welche die Pest übertrugen. Die Beulenpest, wohlgemerkt. Im Unterschied dazu wurde die Lungenpest durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Übrigens: Heute existiert gegen den Pest-Erreger eine Impfung: Diese wird von der WHO aber nur für Risikogruppen empfohlen. Die Behandlung einer Infektion ist außerdem mit Antibiotika möglich, auch wenn zunehmend von Resistenzen berichtet wird. Die Pest ist auch heute noch nicht besiegt, die WHO berichtet immer wieder von einzelnen Fällen von Pestfällen.