Warum gibt es Rechtspopulismus? In der zweiten Folge von "Wie jetzt?" zitiert Moderator Milo Tesselaar einen Rechtspopulisten, den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland. Der vermutet ja eine "globalisierte Elite" am Werk, die an den Hebeln von Kultur und Information sitzt: "Diese globalisierte Klasse sitzt in den international agierenden Unternehmen, in Organisationen wie der UN, in den Medien, Start-ups, Universitäten, NGOs, Stiftungen, in den Parteien und ihren Apparaten, und weil sie die Informationen kontrolliert, gibt sie kulturell und politisch den Takt vor."

Fühlen sich der "Falter-Chefredakteur Florian Klenk und die Nationalratsabgeordnete Irmgard Griss dieser Klasse zugehörig? Klenk verneint: "Es gibt keine Elite in dem Sinn. Noch nie haben so viele Bewegungen an so viele Menschen appellieren können. Die Lauten sind heute die, die gehört werden, nicht die Vernünftigen".

Auch Griss wähnt sich nicht als Mitglied einer neuen herrschenden Klasse. Während früher der Adel sogar Französisch sprach, um unter sich zu bleiben, hat allein der Zugang zu Bildung diese Kluft minimiert. "Es gab immer schon Milieus. Anders ist heute, dass die Trennung instrumentalisiert wird". Das Ziel dabei sei, Menschen gegeneinander aufzuhetzen.

In der zweiten Folge von "Wie jetzt?" diskutieren Klenk und Griss nicht nur über Rechtspopulismus, sie denken auch über die Institutionen im Staat und ihren möglichen Beitrag zu mehr Optimismus in der Demokratie nach.

Der Podcast "Wie jetzt?"

Die Idee: Der Gastgeber Milo Tesselaar spricht mit Menschen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, mit allen, die eine wesentliche Rolle zur Zukunft unserer Demokratie spielen, und spielen wollen.

Die Ausführung: Der Podcast entsteht in einer Kooperation zwischen "Wiener Zeitung" Demokratie21. Demokratie21 ist eine Plattform, eine unabhängige Bürgerinitiative, die sich mit der Zukunft unserer Demokratie beschäftigt.