Eine Idee feiert Jubiläum. Am Samstag, dem 22. April, findet im Casino Linz das zehnte Österreich-Finale im Königrufen statt. Und was besonders erfreulich ist: Die Turnierszene wächst und wächst. Erstmals sind Vertreter aus sechs Tarockcups qualifiziert, und zwar genau 355 Spieler.

Neu dabei ist der Sauwald-Cup, der viel Zuspruch findet. Nicht weniger als 932 Teilnahmen bei insgesamt 12 Turnieren ergeben einen Schnitt von 78 Spielern. Der Sauwald ist der größte südlich der Donau liegende Teil der Böhmischen Masse in Oberösterreich, als Tarockhochburg ist er bisher verborgen geblieben.

Gründungsmitglieder der Initiative "Österreichfinale" waren die zwei oberösterreichischen Cups – der Raiffeisen-Tarockcup-Austria und der Hausruckviertler Cup – und der "Wiener Zeitung"-Tarockcup. Später kam dann noch der kleine, aber feine Tiroler Cup dazu, und da auch in der Steiermark Königrufen gespielt wird, schlossen sich auch die dortigen Tarockierer zu einer lebendigen Turnierszene zusammen. Wobei Graz und Wien ab der nächsten Saison 2017/18 intensiv kooperieren wollen: An zwei Wochenenden treffen sich Spieler des Steirischen und des Wiener Cups zu einem Doppel-Turnier: an einem Tag "Styria-Tarock", am nächsten Tag "Vienna-Tarock".

Spieler aus sechs Turnierserien und aus acht Bundesländern kämpfen um den Titel eines österreichischen Tarockmiesters

Aber blicken wir nicht zu weit in die Zukunft. In zwei Wochen wird in Linz der Tarockmeister der Saison 2016/17 gekürt. Die Qualifikationskriterien sind so gestaltet, dass am Finaltag alles möglich ist. Und doch gibt es dieses Mal einen Favoriten: Johann Hafner aus Stadtschlaining. Der Südburgenländer gewann überlegen den Steirischen Cup, er wird mit 132 Punkten als Führender antreten. Als Zweite geht Ingrid Müller, Siegerin des Wiener Cups, ins Rennen. Sie nimmt 124 Punkte aus der Vorrunde mit. Markus Mair, Begründer des Tiroler Cups, ist mit 116 Punkten Dritter.

Die bisherigen neun Sieger kamen aber immer aus den oberösterreichischen Cups, und somit wird auch mit Manfred Huemer aus Bad Leonfelden zu rechnen sein. Er ist Sieger des von Peter Haudum begründeten Raiffeisen-Tarockcup-Austria, der erste dieser Art. Den von Engelbert Greisinger initiierten Hausruckviertler Cup konnte Josef Schnöll aus Kuchl für sich entscheiden.