Die Innocracy 2019 fand dieses Jahr unter dem Motto "Democratic Transformation: Exploring Pathways for sustainable und inclusive Societies" statt. Milo Tesselaar war als Session Host eingeladen über die Institutionen von morgen zu sprechen.Die Gäste waren Regula Stämpfli, Schweizer Politikwissenschaftlerin und Philosophin, Claudia Chwalisz, Policy Analyst bei der OECD sowie Uffe Elbaek, ehemaliger dänischer Kulturminister und Mitgründer der Partei Alternative.

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Die aktuelle Situation der Gesellschaft ist hinlänglich bekannt. Im Zuge der Diskussion soll es nicht um eine Aufzählung der Probleme gehen, sondern um eine Analyse der Ursachen. Regula Stämpfli meint, eine Ursache sei die große Distanz, die zwischen den Narrativen und der politischen Realität liegt. Der Zustand der Demokratie sei laut ihr sehr schlecht, weil die Realität der meisten Bürgerinnen und Bürger keinen Weg mehr in den politischen Diskurs findet. Diese Distanz war immer vorhanden, aber in den letzten 20, 30 Jahren sei sie exponentiell gestiegen. "Ein Verlust der echten Welt, den wir alle erleben".

Um für echte Transformation zu sorgen, müssten wir radikal neu denken. "Das geschieht nicht! Wir verwenden nach wie vor viel zu technokratische Begriffe", sagt Stämpfli. Das würde nur für eine Vergrößerung der Distanz führen. Trotzdem seien Demokratien immer noch die beste Regierungsform und es lohnt sich dafür zu kämpfen.

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