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Update: 03.08.2011, 16:28 Uhr

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LibreOffice: Textverarbeitung wird noch freier




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  • LibreOffice macht OpenOffice Konkurrenz
  • Document Foundation präsentiert neue Version von LibreOffice.

LibreOffice bietet ein kostenloses Office-Gesamtpaket

LibreOffice bietet ein kostenloses Office-Gesamtpaket© Screenshot: red. LibreOffice bietet ein kostenloses Office-Gesamtpaket© Screenshot: red.

The Internet. LibreOffice hat mit 1. August 2011 seine neue Version 3.4.2 veröffentlicht. Das Office-Paket ist das freiere Pendant zum ohnehin freien OpenOffice.org. Die Geschichte des Büroklassikers OpenOffice.org - neben Linux wohl eine der bekanntesten Open-Source-Anwendungen weltweit - ist eng mit LibreOffice verwoben.
Entwicklerteams hatten sich nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Markenrechtsinhaber von OpenOffice.org, dem Softwarehersteller Oracle, abgewandt und LibreOffice geschaffen. Als Träger fungiert dafür die Stiftung The Document Foundation (TDF). Mit der Version 3.4.2 für Linux, Mac und Windows untermauert LibreOffice einmal mehr seine Eigenständigkeit gegenüber OpenOffice.org.


Substanzielle Verbesserungen, Ortsangabe "The Internet"
Die Foundation spricht von substanziellen Verbesserungen des Programmes, und schreibt in ihrem Blog von 300 an dem Projekt Beteiligten. An der Entwicklung von LibreOffice waren sowohl von Firmen gesponserte Programmierer, als auch unabhängige freiwillige Communities beteiligt. Kurios an dem Blogeintrag der Document Foundation: Anstelle der in journalistischen Texten oft üblichen Länderzeile gibt die Foundation "The Internet" als Veröffentlichungsort an. Der Text beginnt mit "The Internet, August 1, 2011".

Kostenloses Office-Gesamtpaket
LibreOffice bietet mit einem Textverarbeitungsprogramm, Tabellenkalkulation, Präsentations-Software, sowie einem Datenbank-, Zeichen- und Formelprogramm ein durchwegs rundes Gesamtpaket. Wie OpenOffice ist LibreOffice gratis verfügbar. Die Optik erinnert an ältere Windows-Office-Versionen und hinkt auf einem Mac OS X, der frisch mit Lion bespielt ist, ein wenig der Apple-Grafik hinterher. Dem Funktionsumfang tut das keinen Abbruch.

Auch für Kommerzielle frei verwendbar
Kommerzielle Verwendung, das Einsetzen für Regierungszwecke, für öffentliche Verwaltung oder auch für den Unterricht ist erlaubt, genauso auch der private Gebrauch. Großen Unternehmen wird aber der Abschluss eines Service-Vertrags mit Support-Partnern der Foundation empfohlen. Das Paket wurde am 1. August unter der GNU Lesser General Public Licence Version 3 veröffentlicht. Das heißt, dass es jedem erlaubt ist, Kopien davon zu erstellen.

Linux-Distributoren und Oracle steuern Personal bei
Den Löwenanteil an Personal für die Entwicklung steuerten laut LibreOffice-Homepage die Unternehmen Oracle und SUSE bei (beide etwa 25 Prozent). Oracle ist einer der weltgrößten Software-Erzeuger, SUSE ein bekannter Linux-Distributor. Weitere 25 Prozent kamen von freiwilligen Communities, 20 Prozent vom amerikanischen Linux-Distributor RedHat. Der Rest setzt sich zusammen aus einer Kombination von ehemaligen TDF-Unterstützern, Entwicklern des Ubuntu-Herstellers Canonical und anderen Organisationen. Die Entwickler bearbeiteten nach TDF-Angaben in etwa fünf Millionen Codezeilen und machten das Programm um viele Zeilen überflüssigen Code schlanker.

Libre - quo vadis?
LibreOffice unterstützt alle gängigen Dateiformate, als offene Software natürlich auch den ".odf"-Formatstandard. Schon Ende August soll das nächste Update von LibreOffice herauskommen, die Version 3.4.3. Die Veröffentlichung von Version 3.5 steht voraussichtlich im Februar 2012 geschehen. Im Oktober treffen sich Entwicklerteams des Büropaketes bei der jährlichen LibreOffice-Konferenz in Paris. Etwaige Einreichungen können unter der Konferenzhomepage noch bis spätestens 8. August abgebeben werden.




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Digital, Software

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Dokument erstellt am 2011-08-03 12:56:39
Letzte Änderung am 2011-08-03 16:28:33


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