• vom 16.08.2011, 15:26 Uhr

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Update: 16.08.2011, 17:20 Uhr

Schulbeginn

Teurer Schulstart




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Von Martin Riedl

  • 200 Euro kostet der Start in das Schulleben
  • Pro Schulanfänger fallen im Jahr 400 Euro an.
  • Wiener geben für Schulstart mehr aus als Westösterreicher.

Wien. Ausgaben von mehr als 200 Euro pro Kind belasten in Österreich zu Schulbeginn die Geldbörsen der Eltern von Schulanfängern. Das erste Schuljahr schlägt mit durchschnittlich 400 Euro zu Buche. Das ist das Resultat einer vom Konsumgüter-Konzern Henkel bei Integral in Auftrag gegebenen Studie. 543 Eltern schulpflichtiger Kinder zwischen sechs und 15 Jahren wurden dafür befragt.


Frauen geben mehr aus als Männer
Frauen geben beim Schuleinkauf für ihre Sprösslinge um 20 Prozent mehr aus als Männer, schätzen die Befragten. Im Schnitt geben Frauen 210 Euro aus, Männer nur 175 Euro. Gerald Peter, Geschäftsleiter bei Henkel, spricht dem Einkauf durchaus eine "emotionale Bedeutung" zu: "Der Schulanfang ist im Prinzip das wichtigste emotionale Erlebnis für eine Familie." Vermutlich der wichtigste seit der Geburt eines Kindes, wie Peter meint. Auf diese emotionale Bedeutung mag es rückzuführen sein, dass in etwa neun von zehn Fällen die Kinder beim Einkauf "immer" oder "meist" dabei sind.

List(en) gegen Stress
Die Eltern verbringen mit ihren Sprösslingen durchschnittlich drei Stunden in drei Geschäften, um Schul-Utensilien zu erwerben. Je eher Schulen allerdings Listen ausgeben, desto weniger Stress entsteht beim Kaufen. 81 Prozent der Schüler (und Eltern) werden mittels Listen von den Schulen unterstützt. In 37 Prozent der Fälle übernehmen die Schulen sogar teilweise den Einkauf von Schulmaterialien. Dennoch haben 42 Prozent der Befragten eine Abneigung gegen den Schuleinkauf, machen diese "nicht" oder "überhaupt nicht gerne".

Für das erste Schuljahr würde laut Peter um ein Drittel mehr ausgegeben als in den folgenden Jahren. Interessant ist dabei, dass in Wien um 35 Prozent mehr ausgegeben wird als in Westösterreich. "Wien ist anders", resümiert die Studie. Thomas Zechner, Geschäftsführer bei Libro Österreich, stellt jedenfalls klar, dass Libro "in Ost- und Westösterreich alles zum gleichen Preis" verkauft. Dass im Dreijahresvergleich ein Preisanstieg existiert, darüber beklagen sich von allen Befragten vier Fünftel. Zechner erklärt, dass man bei Libro auch mit 100 Euro einen Schulstart bewältigen könne.

"Carla" lädt zu günstiger Schulausrüstung ein
Damit nicht Alleinerziehern oder kinderreichen Eltern der Schulanfang ein tiefes Loch ins Budget reißt, setzen die Wiener Caritas-Läden Carla Mittersteig und Carla Nord dem teuren Schulstart eine Aktion entgegen. Sie bieten noch bis zum 10. September günstige  Schulausrüstung an. In einer Aussendung schreibt die Caritas:  "Um über den Schulbeginn ein bisschen hinwegzutrösten, warten auch gut erhaltene Kuscheltiere und Spiele auf neue BesitzerInnen."




Schlagwörter

Schulbeginn, Schulsachen

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Dokument erstellt am 2011-08-16 15:31:26
Letzte Änderung am 2011-08-16 17:20:42


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