• vom 24.05.2007, 14:57 Uhr

Archiv

Update: 24.05.2007, 14:58 Uhr

Medienbörse

Lobbying: Das neue Leben der Heidi Glück




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Freddie Kräftner

  • "Mut steht am Beginn des Handelns, Glück am Ende". Der Spruch von Demokrit am Eingang des Büros passt gut zu einer, die mit Nachnamen Glück heißt und gerade ein neues Leben beginnt.



Sieben Jahre lang war Heidi Glück Pressesprecherin und Strategieberaterin von Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel. Jetzt macht sie den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete am Dienstag abend ihr neues Büro für "Media + public affairs consulting" an guter Adresse in der Wiener Mahlerstraße, gleich hinter der Oper.


Es war eine Networking-Party im besten Sinn. Dabei natürlich auch der für viele beste Networker des Landes, der neue Casino-General Karl Stoss.

Glücks Ex-Chef Wolfgang Schüssel, nun Klubchef der ÖVP, war extrem gut gelaunt, Vizekanzler Wilhelm Molterer hatte auch viel Zeit.

Glücks Netzwerk ist ziemlich gut. Weiters gesehen wurden Außenministerin Ursula Plassnik, die trotz der Vorbereitungen für den heiklen Putin-Besuch vorbeischaute, und Ministerkollege Josef Pröll. Prominenteste Gäste aus der Wirtschaft waren Böhler-Chef Claus Raidl und der neue Rewe-Boss Werner Wutscher. Und - das ist für Glück neben den Politik-Kontakten das Zweitwichtigste - extrem viele Journalisten. Und auch die Kultur-Prominenz war gut vertreten.

Der Sprung in die Selbstständigkeit ist Glück nicht ganz leicht gefallen. Es gab viele hochdotierte Angebote aus der Wirtschaft. Jetzt oder nie war wohl das Motiv für die 45-Jährige, die vor Schüssel zwei gute Lehrmeister in ihrer früheren ORF-Zeit hatte: Andreas Rudas (heute Osteuropa-Chef der WAZ-Gruppe) und Polit-Altprofi Kurt Bergmann.

Das Image-Problem der Lobbying-Branche in "Eurofighter-Zeiten" wie diesen sieht sie gelassen: "Der Sturm wird sich legen. Lobbyisten verteilen ja nicht Geld, sondern Informationen an den richtigen Stellen zum richtigen Zeitpunkt."

Eine richtige und gute Stelle ist vielleicht Vizekanzler Wilhelm Molterer. Der vermisst Heidi Glück sehr in der Politik und schrieb ins Gästebuch: "Jede Stufe hat sich gelohnt - wäre noch weiter gegangen". Er hätte Glück gerne als VP-Generalin gehabt.

medienboerse@wienerzeitung.at



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2007-05-24 14:57:40
Letzte Änderung am 2007-05-24 14:58:00

Werbung




Werbung