• vom 01.12.2005, 00:00 Uhr

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George W. Bush geht mit Irak-Politik in die Offensive

Kein Rückzug aus dem Irak ohne einen Sieg




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  • US-Präsident wirbt um Unterstützung.
  • Weißes Haus veröffentlichte Strategiepapier für Irak.
  • Annapolis. US-Präsident Bush geht mit seiner Irakpolitik in die Offensive, um die zunehmend kriegsmüdere Öffentlichkeit wieder zu motivieren. In einer Rede in der Marineakademie in Annapolis schloss der Präsident Mittwoch einen US-Rückzug aus dem Irak ohne Sieg aus. "Unsere Mission im Irak ist es, den Krieg zu gewinnen. Und unsere Truppen werden nach Hause zurückkehren, wenn diese Mission vollendet ist", sagte der Präsident.

Zuvor hatte das Weiße Haus ein 38-seitiges Dokument mit dem Titel "Unsere nationale Strategie für einen Sieg im Irak" veröffentlicht, in dem die Grundzüge für die Irakpolitik dargelegt werden. "Mit Entschlossenheit wird der Sieg errungen werden, allerdings nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt", heißt es darin. Der Plan setzt auf drei Grundlinien, die politische, die sicherheitspolitischen und die wirtschaftliche. Es gelte die Terroristen zu besiegen und den Aufstand zu neutralisieren. Man müsse dem Irak helfen, seine Wirtschaft zu stärken und die internationale Hilfe für das Land erhöhen.


Derzeit stehen im Irak 159.000 amerikanische Soldaten im Einsatz, 21.000 mehr als im Sommer. Nach den Wahlen vom 15. Dezember wollen die USA ihren Truppenstand wieder auf das Niveau des Sommers zurücknehmen, kündigte das Verteidigungsministerium an. Bisher sind 2.110 US-Soldaten im Irak getötet worden.

Die irakische Regierung hält Anfang kommenden Jahres den Abzug von bis zu 30.000 US-Soldaten für möglich. Deren Aufgaben könnten von irakischen Sicherheitskräften übernommen werden, sagte der Nationale Sicherheitsberater der Regierung, Mowaffak al-Rubaie. Ein Abzug aller US-Soldaten sei aber nicht vor Ende 2007 denkbar.

US-Strategen sehen düstere Zukunft

Im Februar 2003 hatten zwei führende amerikanische Militärstrategen für die US-Regierung eine eindeutige Warnung parat: Sie werde zwar aller Voraussicht nach den Krieg im Irak gewinnen, den Frieden dann aber verlieren. Jetzt haben Andrew Terrill und Conrad Crane vom Historischen Institut der Streitkräfte einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem sie feststellen, dass praktisch alle düsteren Prophezeiungen von damals eingetroffen sind. Dennoch sprechen sich die beiden Strategen gegen die Vorlage eines Zeitplans für den Rückzug der US-Truppen aus dem Irak aus, weil dieser katastrophale gefahren in sich berge.



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Dokument erstellt am 2005-12-01 00:00:01
Letzte Änderung am 2005-11-30 17:59:00


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