• vom 29.09.2009, 15:51 Uhr

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Generationswechsel im Ö1-Sonntag

Schiffsglocken statt Guglhupf




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  • Ö1 präsentiert den Nachfolger für "Guglhupf".
  • Junge Kabarettisten erfinden "Welt Ahoi".
  • Wien. Der Ö1-"Guglhupf" hat einen Nachfolger: Ab dem 1. November präsentieren Thomas Maurer, Robert Palfrader, Maria Hofstätter, Martin Puntigam und Hosea Ratschiller jeden Sonntag um 9.30 Uhr "Welt Ahoi": Ein augenzwinkernder Wochenkommentar, mit "Interessantem und Uninteressantem aus Nah und Fern". Dass der Generationenwechsel nach 30 Jahren "Guglhupf"-Backstube vom Ö1-Publikum goutiert wird, bleibt Alfred Treiber zu hoffen: "Es kommt einiges Salz in die Sonntags-Suppe, hoffentlich nicht so, dass sie ungenießbar wird", so der Senderchef. "Du hast die beste Satire-Sendung aller Welt bestellt und du wirst sie bekommen", wusste Puntigam zu beruhigen.

Ein rasches "Ersatzprogramm" für den "Guglhupf" sei "Welt Ahoi" nicht, betonte Treiber. "Wir gehen davon aus, dass die Herrschaften die nächsten 30 Jahre das Programm machen." Der Vertrag wurde zunächst auf drei Jahre unterzeichnet. Viele Lorbeeren gab es für diesen "mutigen Schritt" des Senders vonseiten der Künstler. Er zeige, "wie ernst Ö1 seinen Auftrag nimmt, Sinn zu stiften, wo Unsinn Schaden anrichten könnte", befand etwa der Jüngste der Runde, Hosea Ratschiller (Jahrgang 1981). Thomas Maurer freute sich darauf, "in einem Medium zu arbeiten, in dem es noch intellektuellen Resonanzraum gibt" - und das in schweren wirtschaftlichen Zeiten. "Jetzt einen auf Jahrzehnte ausfinanzierten Arbeitsplatz vorzufinden, das ist kein Glück, das ist eine Gnade", so Maurer.


Mit Hund und Hulla-Hupp

Wie sich der Vorgeschmack auf die neue Sendung, der am Dienstag mit Jonglieren und menschlicher Pyramide, mit Hund und Hulla-Hupp-Reifen gegeben wurde, im Radio wiederfinden soll, bleibt abzuwarten. "Das ist die größte Chance aller Zeiten, für mich, uns, für Ö1, eigentlich für das ganze Land und die Welt", gab sich Puntigam zuversichtlich, während "Kaiser" Palfrader gar nicht verstehen konnte "wie der Ö1 auf mich aufmerksam geworden ist - in aller Demut sag ich Dankeschön". Für Maria Hofstätter bedeutet der Schritt "eher aus der freien Szene und Provinz" ins Sonntagsprogramm einen in "mehr Aufmerksamkeit" und "bessere finanzielle Absicherung".



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2009-09-29 15:51:21
Letzte Änderung am 2009-09-29 15:51:00

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