• vom 24.08.2009, 16:45 Uhr

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Update: 24.08.2009, 16:46 Uhr

Medienbörse

"Madonna" ohne Weiss ist wie Gulasch ohne Fleisch




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Von Freddie Kräftner

  • Er ist der Stachanow unter Österreichs Modejournalisten. Für "Madonna", die jeden Samstag erscheinende Frauenbeilage der Tageszeitung "Österreich", produzierte er Woche für Woche lange Modestrecken auf internationalem Niveau. Adi Weiss, 33, hat sich so binnen kurzer Zeit selbst zu einer Marke gemacht. Der Beau (Dresscode: Blue Jean und weißes Hemd; dazu passend eine wild aussehende, in Wahrheit aber sehr gestylte Mähne) macht sich nun selbständig.



Entgegen anders lautenden Gerüchten gab es keinen Krach mit "Madonna"-Chefin Uschi Fellner. Spannungen ja, Bruch nein. Man hat eine Auszeit vereinbart. Die Doppelseite "7 Trends in 7 Tagen" macht er weiterhin mit ihr.


Ausnahme-Talent Weiss plant nun ein eigenes Luxus-Print-Projekt. Die Neun ist in China eine Glückszahl. Also werden am 9.9. um exakt 9.09 Uhr abends in der "Box", dem neuen Club im Wiener Hilton, die Details präsentiert.

Eines sei jetzt schon verraten; Es wird ein aufwendig produziertes Magazin, das sich ausschließlich den Themen Mode und Beauty widmet. Vertrieben über Partner wie Don Gil, H & M, Tchibo, etc. Wer dort einkauft, bekommt es gratis, es wird aber auch käuflich zu erwerben sein. Geplante Auflage: 150.000 Stück. Gewagte Sache. In Krisenzeiten wie diesen wird bei den Werbebudgets gespart - nicht ganz überzeugende Titel wie "Diva" spüren das besonders stark.

Für "Madonna" ist der Weiss-Abgang ein echt herber Verlust. Seine Nachfolgerin ist freilich auch nicht ohne. Die toughe Julia Bauernfeind hat eine erstaunliche Karriere hingelegt. Vor nicht allzu langer Zeit war sie bei "Woman" noch quasi die Assistentin der Assistentin der Assistentin.

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Österreichs Buchverleger glauben offenbar, dass es einen Markt für Bücher über Journalisten gibt. Nach der exzellenten, weil tief recherchierten Biographie über Oscar Bronner (verfasst von Klaus Stimeder und Eva Weissenberger) und der Autobiographie von Peter Michael Lingens erscheint im Herbst ein spannendes Werk. Der recherchierwütige "Standard"-Kollege Harald Fidler porträtiert eine sehr schillernde Figur: Wolfgang Fellner.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2009-08-24 16:45:59
Letzte Änderung am 2009-08-24 16:46:00

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