• vom 05.04.2008, 19:09 Uhr

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Update: 05.04.2008, 19:10 Uhr

Kein "Generations - Wechsel" in Oberösterreich

Weinzinger gewinnt FP-Machtkampf




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Von WZ Online

  • Linz. Der oberösterreichische FPÖ-Chef Lutz Weinzinger ist in einer Kampfabstimmung am Landesparteitag am Samstag in Linz in seiner Funktion bestätigt worden. Der 65-Jährige erhielt 77,47 Prozent der Delegiertenstimmen. Auf seinen 41-jährigen Herausforderer Herbert Aspöck, der für einen "Generationswechsel" eingetreten war, entfielen 17,90 Prozent. Auf den Stimmzetteln war nur Weinzinger angeführt, weil Aspöck sich nicht vom Landesparteivorstand aufstellen ließ.

Gewählt wurden auch die fünf Stellvertreter Weinzingers: Aspöck wurde vom Nationalratsabgeordneten Manfred Haimbuchner (29) - Weinzingers Wunsch-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2009 - abgelöst. Ebenfalls neu in dieser Funktion ist Gerhard Deimek, der Christian Hartwagner nachfolgt. Die bisherigen Obmann-Stellvertreter, Nationalratsabgeordneter Alois Gradauer, Elmar Podgorschek und Anneliese Kitzmüller, wurden bestätigt.


Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache war vor der Abstimmung für Weinzinger in die Bresche gesprungen. Herbert Aspöck erwähnte er in seiner Rede mit keinem Wort. Der oberösterreichische FPÖ-Chef, der auch stellvertretender Bundesparteiobmann ist, habe ihm geholfen, "dass es die Partei überhaupt noch gibt", betonte Strache. Die Qualität der Parteiführung sei "keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit". Die folgenden Wortmeldungen der Befürworter beider Kandidaten fielen äußerst emotionsgeladen aus.

Weinzinger zeigte sich in einer ersten Reaktion vor Journalisten "recht zufrieden". Über eine mögliche Spitzenkandidatur Herbert Aspöcks bei den Landtagswahlen 2009 müssten die zuständigen Gremien entscheiden, sein Wunschkandidat bleibe Haimbuchner, so der wiedergewählte Obmann. Von einem Streit rund um die Kampfkandidatur will Weinzinger nichts wissen, es seien aber "ein paar sehr harsche Worte gefallen".

Aspöck erklärte, dass er die Wahl zur Kenntnis nehme, "erbauend" sei das Ergebnis nicht. Persönliche Konsequenzen werde er keine ziehen, sondern als "freiheitlicher Kamerad" weiterarbeiten. "Es geht um die FPÖ in Oberösterreich und nicht um irgendwelche Persönlichkeiten", betonte Aspöck. Konstruktive Kritik müsse auch weiterhin zulässig sein. Zu einer möglichen Spitzenkandidatur bei den kommenden Landtagswahlen wollte er sich nicht äußern. (APA)



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Dokument erstellt am 2008-04-05 19:09:48
Letzte Änderung am 2008-04-05 19:10:00


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