"Der Robert. Ja, der Robert. Du, das war schon einer, der Robert." Die Bühnenfigur von Joachim Brandl im mittlerweile vierten gemeinsamen Kabarettprogramm mit seinem kongenialen Partner Martin Buchgraber steht noch immer ganz unter dem Eindruck des früheren Freundes, den die beiden - fiktiv - vor vier Jahren das letzte Mal auf einer Party getroffen haben. Und jetzt, nach so langer Zeit, sind sie ausgerechnet wieder unterwegs zu einer Party, um den Robert zu treffen.

Wobei der Robert der Prototyp des Ellbogentechnikers ist. Der sich so lange aufpudelt, bis er bekommt, war er haben will. Oder besser: bis er bekommt, was eigentlich ein anderer haben wollte. Und während vorne auf der Bühne Buchgraber & Brandl darüber sinnieren, ob sie selbst auch gerne so wären wie der Robert, oder ob statt aufpudeln nicht doch eher ein bisschen unsichtbar sein besser wäre, und dabei so ziemlich alles aufs Korn nehmen, was mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat, sitzt das Publikum gebannt im Auditorium - und muss sich eingestehen, dass es gerade indirekt selbst demaskiert wird.

Es ist trotzdem mehr zum Lachen als zum Weinen. Was vor allem an der Situationskomik liegt, die Buchgraber & Brandl bestens beherrschen. Und an ihren intelligent-(irr)witzigen Dialogen, die zwischendurch auch ins leicht Absurde hinübergleiten. Letzten Endes gilt jedenfalls: Der Programmtitel "Denken verboten" ist keinesfalls Programm - mitdenken ist absolut erwünscht. Bloß: Vielleicht sollten wir doch nicht allzu sehr darüber nachdenken, wie viel Robert in uns selbst steckt - oder wie viel von uns im Robert steckt. Sonst müssten wir uns womöglich schämen.