In den nächsten 50 Jahren sei auf Grund demographischer Entwicklungen mit rund 50 Millionen Einwanderern nach Europa zu rechnen, meint die Direktorin der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC), Beate Winkler. Auf eine solche Zuwanderung sei Europa nicht genügend vorbereitet. Winkler appellierte an die EU-Staaten die Einwanderung dennoch nicht unter den Gesichtspunkten der "Abschottung" und der "Festung Europas" zu betrachten.

Zur österreichischen Bundesregierung erklärte Winkler, dass "Österreich nicht fremdenfeindlicher als irgend ein anderes europäisches Land" sei. Das Verhältnis der EUMC zur ÖVP-FPÖ-Regierung habe sich verbessert. Trotzdem werde sie den kommenden Wiener Wahlkampf mit großer Aufmerksamkeit verfolgen.