Laut "Mladina", das offenbar Einsicht in die Anklageschrift erhielt, werden neben dem derzeitigen Oppositionsführer Jansa und Wolf auch der Jansa-Vertraute Joze Zagozen, der Armeeoffizier Tone Krkovic und der Chef des slowenischen Waffenherstellers Rotis, Ivan Crnkovic, angeklagt. Ausgangspunkt ist ein Treffen 2005, bei dem Krkovic und Crnkovic dem slowenischen Patria-Vertreter Reijo Niittynen "mit Drohungen" dazu geraten hätten, Rotis als Vertragspartner auszuwählen. Nehme Patria Rotis bei seiner Bewerbung nicht an Bord, werde man die Ausschreibung für den Panzerankauf nämlich "der Konkurrenz auf den Leib schneidern".

Die Ermittler fanden auf dem Computer von Crnkovic auch einen detaillierten Plan, wie die Millionenprovision zwischen ihm, Krkovic, Zagozen und der Jansa-Partei SDS aufgeteilt werden sollte. Aus den beschlagnahmten Dokumenten gehe hervor, dass Jansa und Zagozen einander vor der Ankaufsentscheidung trafen. Drei Tage später habe der österreichische Vermittler Riedl der Patria-Zentrale in Finnland berichtet, dass Wolf "das Versprechen von PM (offenbar eine Abkürzung für "Premierminister", Anm.) und Dr. Z. (Zagozen, Anm.) hat, dass sie nur sie (Patria, Anm.) unterstützen werden". Jansa bestritt bisher die Vorwürfe.