Der Prozess gegen Julia Timoschenko wurde verschoben. Ihre Anhänger fordern die Freilassung der Politikerin. - © APAweb / EPA, Sergey Dolzhenko
Der Prozess gegen Julia Timoschenko wurde verschoben. Ihre Anhänger fordern die Freilassung der Politikerin. - © APAweb / EPA, Sergey Dolzhenko

Charkiw. Der zweite Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist am Dienstag neuerlich vertagt worden. Zur Begründung verwies Richter Konstantin Sadowski wieder auf die Abwesenheit der erkrankten Oppositionspolitikerin, die derzeit eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs abbüßt.

"Das Gericht hat entschieden, dass die Verhandlung nicht in Abwesenheit der Beklagten Julia Timoschenko stattfinden kann", sagte der Richter nach Angaben der englischsprachigen Wochenzeitung "Kyiv Post" (Internetausgabe) in der Stadt Charkiw. Die Verhandlung sei auf 21. Mai vertagt worden.

Sadowski hatte bereits bei der ersten Verhandlung vor eineinhalb Wochen die persönliche Anwesenheit Timoschenkos gefordert. In dem Verfahren geht es um Steuerhinterziehung und Veruntreuung. Der 52-Jährigen drohen dabei zwölf weitere Jahre Haft. Im Gefängnis hat sich ihr Gesundheitszustand stark verschlechtert. Timoschenko leidet unter schweren Rückenproblemen und erlitt einen Bandscheibenvorfall.