Madrid. Die Schulden des spanischen Staates sind trotz - oder wegen - der Sparpolitik der Regierung auf einen Rekordwert gestiegen. Die Verbindlichkeiten des Euro-Krisenlands beliefen sich im ersten Quartal 2013 auf 923 Milliarden Euro, was 88,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen. Für das Gesamtjahr ist eine Obergrenze von 91,4 Prozent angepeilt. Damit liegt Spanien zwar noch weit unter dem Durchschnitt der Euro-Zone. Die Schuldenstandsquote in der viertgrößten Volkswirtschaft des Euroraums ist seit 2009 aber kräftig gestiegen. 2008 lag sie noch bei rund 40 Prozent.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigte für Spanien die Note "BBB-", drohte aber weiterhin mit einer Herabstufung der Bonität - in den Ramsch-Bereich.

Am Donnerstag beraten die Euro-Finanzminister wieder zum ESM, dem Euro-Rettungsschirm. Spanien, offiziell noch nicht unter dem Schirm geschlüpft, forderte zuletzt eine "unbegrenzte Feuerkraft" des Rettungsschirms.