Kiew. Im Konflikt mit Russland verschärft die Ukraine ihre Einreisebedingungen für Bürger aus dem Nachbarland. Ab März reiche ein russischer Personalausweis für die Einreise in die Ukraine nicht mehr aus, verfügte die Regierung in der Hauptstadt Kiew am Dienstag. Russische Bürger brauchen demnach ab diesem Zeitpunkt zur Einreise in die Ukraine einen Reisepass.

  Laut Umfragen verfügen etwa 70 Prozent der russischen Bevölkerung derzeit nicht über ein solches Dokument. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. In dem bewaffneten Konflikt mit der ukrainischen Armee wurden seit dem Frühjahr 2014 bereits mehr als 5.000 Menschen getötet.

  Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz beklagte in einer Erklärung am Dienstag, in den Kämpfen in der Ostukraine gerieten zunehmend Zivilisten ins Kreuzfeuer. Den Hilfskräften falle es zunehmend schwer, die Opfer zu erreichen.

  Nach Behörden- und Separatistenangaben vom Dienstag wurden zuletzt binnen 24 Stunden mindestens 16 Zivilisten getötet. Fünf von ihnen starben demnach im Umkreis der seit Tagen heftig umkämpften Stadt Debalzewe, die anderen in den Separatistenhochburgen Donezk und Luhansk. Das ukrainische Militär teilte indes am Dienstag zu Mittag mit, in den vergangenen 24 Stunden seien fünf Soldaten getötet und 27 weitere verwundet worden.