Leonardo da Vincis Selbstporträt muss restauriert werden. - © APAweb/epa/Alessandro di Marco
Leonardo da Vincis Selbstporträt muss restauriert werden. - © APAweb/epa/Alessandro di Marco

Rom. Das weltbekannte Selbstporträt des Renaissance-Meisters Leonardo da Vinci ist krank: Masern gleich ist das Gesicht des Malers auf der Rötelzeichnung mit Flecken übersät, die zeigen, dass das Werk zu sehr der Sonne ausgesetzt war. Italienische Fachleute des Restaurierungsinstituts Icpal haben Alarm geschlagen - das in Turin befindliche Bild von 1515 müsse eingehend behandelt werden und dürfe dann mindestens zwei Jahre lang nicht ausgestellt werden, wie die römische "La Repubblica" am Mittwoch berichtete.

Wie ein Geldtransporter begleitet von Polizei war die Zeichnung vor einem Monat aus der Turiner Biblioteca Reale nach Rom gebracht worden. An dem ständig bewachten "Patienten" stellten die Experten das fest, was in der Fachwelt "foxing" genannt wird: Das bärtige Gesicht Leonardos ist durch einen chemisch-biologischen Prozess mit rötlich-braunen Flecken überzogen, die das Material angreifen. Ein internationales Expertentreffen soll klären, wie es gerettet werden kann. Zunächst geht es nach Turin zurück, dem Bericht zufolge wieder eskortiert und mit einer "Reiseversicherung" über 50 Mio. Euro.