Dresden/Lodz. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben Polen 124 ethnografische Objekte und 14 historische Fotografien zurückgegeben. Damit sind nach 78 Jahren letzte Teile der einst umfangreichen Sammlung des Museums für Archäologie und Ethnologie in Lodz zurückgekehrt. Das Konvolut war im Zuge der Provenienzrecherchen im zu den SKD gehörenden Grassi Museum für Völkerkunde Leipzig identifiziert worden.

Die Sammlung ethnografischer Objekte war nach der Besetzung Polens aus dem von einem Deutschen geleiteten Lodzer Museum in das Leipziger Völkerkundemuseum gelangt. Große Teile waren später dann an Museen in Hamburg, Köln und Göttingen verkauft worden. 1967 wurden 300 Objekte aus Leipzig zurückgegeben, 330 Objekte aus Göttingen folgten 2016.