Ex-Kaiserin Zita 1892-1989. Foto: Archiv
Ex-Kaiserin Zita 1892-1989. Foto: Archiv

Die am 9. Mai 1892 als Tochter des 1860 abgesetzten letzten regierenden Herzogs von Parma, Piacenza und Guastalla, Robert, und der portugiesischen Infantin Maria Antonia in Camaiore/Toskana geborene Zita von Bourbon-Parma wuchs mit neun Halbgeschwistern aus der ersten Ehe ihres Vaters und 11 Geschwistern aus der zweiten Ehe auf.

Hochzeit im Jahr 1911

In Schloss Schwarzau/Niederösterreich, wo ihre Familie nach der Vertreibung aus Italien lebte, begegnete sie dem späteren Kaiser Karl I., den sie am 21. Oktober 1911 heiratete. Karl wurde nach dem tödlichen Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 Thronfolger und nach dem Tod von Kaiser Franz-Joseph I. am 21. November 1916 letzter österreichischer Kaiser.

Die Versuche Karls, über die Brüder seiner Frau, Sixtus und Xaver, zu einem Friedensschluss mit den Entente-Mächten zu kommen, brachte Zita in deutschnationalen Kreisen den Ruf der "italienischen Verräterin" ein. Zita war strikt gegen eine Abdankung ihres Mannes. 1919 ging sie mit ihm ins Schweizer Exil, unterstützte seine Restaurationsversuche in Ungarn und wurde 1921 nach Madeira verbannt, wo Karl am 1. April 1922 starb. Es folgten Aufenthalte im Baskenland und Belgien. Den zweiten Weltkrieg verbrachte sie mit den jüngsten ihrer acht Kinder in Kanada. 1953 kehrte sie nach Luxemburg zurück, ab 1962 lebte sie in der Schweiz. Erst 1982 kam sie wieder nach Österreich, nachdem Spaniens König Juan Carlos bei Kreisky für sie interveniert hatte.