EZB-Urgestein Francesco Papadia. Foto: archiv
EZB-Urgestein Francesco Papadia. Foto: archiv

Er versorgt bedürftige Kreditinstitute mit günstigen Zentralbankkrediten, was in der Finanzkrise ein Austrocknen des Marktes verhindert hat.

Richten muss sich der italienische Jurist dabei nach den Regeln, die ihm der EZB-Rat vorgibt. Allerdings hat sich sein Tätigkeitsbereich zuletzt entschieden vergrößert: Mittlerweile handelt er für die EZB auch mit Staatsanleihen.

Papadia ist Notenbanker durch und durch: 1983 startete er bei der Banca dItalia, seit 1998 bekleidet er seinen Posten bei der EZB. Deren Krisenmaßnahmen hält der Italiener für erfolgreich, wobei "radikale Veränderungen" - zumindest bis 2009 - gar nicht notwendig gewesen seien. Einer breiteren Öffentlichkeit gegenüber in Erscheinung getreten ist er nur 2002: Damals räumte er ein, dass die EZB den Bargeldbedarf bei der Euro-Einführung unterschätzt hatte.