(aum) Chris Christie will nicht um die Burg Präsident werden. Das sagt der Gouverneur des US-Bundesstaats New Jersey nicht nur öffentlich gegenüber Medien, sondern auch im privaten Gespräch mit republikanischen Parteifreunden.

Und doch glaubt so mancher, dass sich der 49-Jährige nur ziert und hofft, dass er sich noch weichklopfen und zu einem Antritt bei den Vorwahlen der Republikaner zur Präsidentschaftskandidatur überreden lässt.

Der Politiker irisch-italienischer Abstammung war Lobbyist und setzte sich stark für die Liberalisierung der Energieversorgung in New Jersey ein, bevor ihn der damalige US-Präsident George W. Bush 2002 dort zum Generalstaatsanwalt machte. Zwar geriet Christie als solcher in die Kritik, da ihm Freunderlwirtschaft und Amtsmissbrauch vorgeworfen wurden.

Doch als Gouverneur liegt er seit 2010 in den Umfragen hoch im Kurs. Die knickten kurzfristig ein, nachdem er ein hartes Sparpaket schnürte. Überzeugt von dessen Notwendigkeit, war Christie das egal - was ihn zum attraktiven Präsidentschaftskandidaten machte.